Handball-Bundesliga der Frauen: Blomberg gewinnt in Bad Wildungen 23:22

Dämpfer für Vipers im Abstiegsduell 

Schwerstarbeit. Die Neu-Wildungerin Mariel Beugels setzt sich gegen die Blombergerinnen Gisa Klauning und Alicia Stolle (rechts) durch.

Bad Wildungen. Rückschlag für die HSG Bad Wildungen Vipers im Bundesliga-Abstiegskampf. Die Handballerinnen aus der Badestadt haben das Kellerduell vor eigenem Publikum in der Ense-Halle gegen die HSG Blomberg-Lippe mit 22:23 (11:13) verloren.

Es war eine verdiente Niederlage für die Spielerinnen von Trainerin Tessa Bremmer, die in den 60 Minuten nur einmal in Führung lagen. Es war das 1:0. Irgendetwas war anders als in den beiden erfolgreichen Spielen zuvor. 

Das alte Leiden, Angriffe zu überhastet abzuschließen, war wieder da. Die Offensive agierte auch zu statisch und war dadurch von den Gästen meist leicht auszurechnen. Laura Vasilescu war bei der 5:1-Deckung der Blombergerinnen in schlechten Händen, damit verlor der Rückraum an Torgefährlichkeit - die erkrankte Christina Zuber wurde hier vermisst. 

Dennoch waren die Vipers immer noch stark genug, den Gegner nicht wegziehen zu lassen. Nur einmal mussten sie in der ersten Hälfte einen Drei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Halbzeitstand 11:13. 

Wer von den rund 780 Zuschauern nach dem Seitenwechsel eine andere Vipers-Mannschaft erhofft hat, wurde enttäuscht. Es lief einfach nicht viel zusammen und einige Spielerinnen, wie etwa Anouk Nieuwenweg oder Petra Nagy hatten nicht ihren besten Handballtag erwischt. 

Die Gäste wirkten im Angriff variabler, schneller, die Laufwege stimmten besser als bei den Wildungerinnen. Die Defensive mit zwei guten Torfrauen Manuela Brütsch und Rinka Duijndam, hielt halbwegs stand, aber die Chancenverwertung vorn war nicht gut. So wurde die zweite Halbzeit zwar eine Aufholjagd, aber die Gejagten sind mit zwei Punkten entkommen. (rsm)

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