Am Samstag kommt Leverkusen nach Bad Wildungen

Trainerin Bremmer: Im Pokal gutes Gefühl für Liga holen

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Das Bein hoch: Die Bad Wildunger Torfrau Anne Bocka (links) versucht den Wurf von Jennifer Murer (Blomberg-Lippe) zu parieren. 

Bad Wildungen – Der Pokal als Aufbauhilfe für die Bundesliga: Mit diesem Gedanken im Kopf gehen die Handballerinnen der Bad Wildungen Vipers die Aufgabe der 2. Pokalrunde  am Samstag (19 Uhr, Ense-Halle) gegen Bayer Leverkusen an. 

„Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen und uns ein gutes Gefühl für das Ligaspiel in Ketsch holen“, sagt Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer. Gegen die Werkselfen sieht die Niederländerin ihre noch punktelose Mannschaft aber als „deutlichen Außenseiter“ an.

Das begründet die 36-Jährige damit, dass Leverkusen „einen extrem ausgeglichenen Kader hat“ und ihr Trainerkollege Robert Nijdam so „durchwechseln könne“. Bayer habe vor allem im breit besetzten Rückraum viele „unterschiedliche Spielertypen“ und insgesamt eine „perfekte Mischung“ aus alten und jungen Spielerinnen.

Aus diesem Grund traut Bremmer dem Team um Nationalspielerin Jennifer Rode hinter „Bietigheim, Dortmund und Thüringen „Platz vier“ in der Liga zu. Derzeit sind die Gäste Siebter, während die Vipers vor dem wichtigen Spiel am übernächsten Samstag bei Aufsteiger und Tabellenhintermann Kurpfalz Bären nur Platz zwölf belegen.

Trotz des punktemäßigen Fehlstarts ist Bremmer mit den bisherigen Leistungen ihrer Mannschaft insgesamt nicht unzufrieden. „Nachdem das Spiel gegen Buxtehude völlig daneben ging, haben wir in Bietigheim und gegen Blomberg zwei richtig gute Spiele gemacht“, sagt sie in Anspielung auf die 29:41-Auftaktklatsche und die Niederlagen mit 28:30 und 25:26. 

Auch wegen der Weiterentwicklung von Linksaußen Anna-Maria Spielvogel, „die einen Riesenschritt gemacht hat und auf die Alina Otto großen Druck ausübt“, der schnellen Integration der Halbrechten von Jana Scheib sowie der portugiesischen Spielmacherin Maria Ines Da Silva Pereira, sieht Bremmer ihre Mannschaft auf einem „guten Weg“.

Erika Rajnohova im Krankenhaus

Das gilt es für die Vipers nun übermorgen gegen Leverkusen zu beweisen. Während Torfrau Manuela Brütsch (Schweiz), die gegen Leverkusen erneut erst einmal den Vorzug vor Anne Bocka erhalten wird und Da Silva Pereira gesund von ihren Länderspieleinsätzen zurückgekehrt sind, wird Ersatzspielmacherin Erika Rajnohova fehlen. Die 21-jährige Slowakin erlitt bei ihrem Nationalteam, so Bremmer, eine allergische Reaktion“ und liegt in ihrer Heimat noch im Krankenhaus.

.Ob Da Silva Pereira oder Maxime Struijs auf der Mitte sowie Annika Ingenpaß, „die sich in der Abwehr reinkämpfen muss“, oder Maxi Mühlner am Kreis beginnen werden, will Bremner, „ich freue mich, dass ich in dieser Saison mehr Wechselmöglichkeiten habe, erst nach ihren Trainingseindrücken entscheiden.

„Wir sind nicht chancenlos, auch weil Leverkusen immer ein Gegner war, der uns gut lag. Aber bei uns muss für einen Sieg alles klappen und wir dürfen nur extrem wenig Fehler machen“, sagt Bremmer.

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