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EM-Pause vorbei: Re-Start der Wildunger Vipers in Blomberg

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Mitjubeln von der Bank: Emma Ruwe (rechts) trifft mit ihrem neuen Verein Bad Wildungen auf ihren alten aus Blomberg und hofft auf einen Einsatz, denn dann läuft sie auf dem Spielfeld auch ihrer Schwester Leni über den Weg.
Mitjubeln von der Bank: Emma Ruwe (rechts) trifft mit ihrem neuen Verein Bad Wildungen auf ihren alten aus Blomberg und hofft auf einen Einsatz, denn dann läuft sie auf dem Spielfeld auch ihrer Schwester Leni über den Weg. © Artur Schöneburg

Die Europameisterschaft ist für die deutschen Handballerinnen nicht so gut gelaufen, aber vielleicht setzt sich der gute Lauf der HSG Bad Wildungen Vipers in der Bundesliga fort.

Die Erfolgsspur wollen die Spielerinnen von Trainerin Tessa Bremmer am kommenden Sonntag (16 Uhr) bei der HSG Blomberg/Lippe verlängern. Dabei trifft der Tabellenfünfte aus Ostwestfalen auf den Sechsten. Somit ist es quasi ein Verfolgerduell, aber davon will Bremmer nichts wissen, weil die Tabelle am sechsten Spieltag für sie keine Aussagekraft besitzt.

Nach der mehrwöchigen Pause haben beide Mannschaften vorrangig wohl nur ein Ziel: den Spielrhythmus so schnell wie möglich wiederfinden. Es schien so, dass vor allem die Vipers diese Saisonunterbrechung fürchten, weil sie gerade in einem guten Workflow waren. Doch dem war nicht so.

Trainerin Tessa Bremmer ließ viel an Defensive arbeiten

„Die Pause hat sich für uns diesmal weniger lang und weniger schlimm angefühlt wie in den Jahren zuvor“, sagt Bremmer. Das Team habe gut trainiert und in zwei Testspielen seien die Ligakonkurrenten aus Bensheim (31:26) und Borussia Dortmund geschlagen worden. Bremmer ordnet diese Erfolge ein: „Bensheim war ein gutes Spiel von uns, aber der Sieg in Dortmund ist ohne Wert, denn über die Hälfte des BVB-Kaders hat wegen der EM gefehlt.“

Bremmer weiß auch das Ergebnis schon nicht mehr. „Ich glaube wir haben mit einem Tor Vorsprung gewonnen.“ Für sie war bei diesen Spielen wichtig, dass ihre Mannschaft im Spielrhythmus bleibt und das alle Spielerinnen Praxiserfahrungen sammeln konnten.

Den Trainingsschwerpunkt hatte die Niederländerin in der Defensive darauf gelegt, dass die Abwehrformation wieder mehr agiert, statt reagiert, indem sie offensiver rausgeht und im Angriff lag der Fokus darauf, die Außenspielerinnen mehr ins Spiel mit einzubinden „Wir wollen flexibler werden, den wir sind zu oft durch die Mitte gekommen“, betont Bremmer.

Der Gegner aus Blomberg bietet für die Trainerin keine Überraschungen. „Sie haben zwar sieben neue Spielerinnen, aber das Gerüst ist gleich geblieben. Blomberg ist im Rückraum stark und kommt viel über das Tempo.“ Nele Franz sei wieder zurückgekehrt und vermutlich werde die derzeit treffsicherste Blomberger Werferin Marie Michalczik wegen einer Verletzung noch fehlen. Bei den Vipers sind alle an Bord. Vielleicht könne auch Anouk Nieuwenweg nach ihrer Knie-OP wieder ein paar Minuten spielen, sagt Bremmer.

Emma Ruwes Wiedersehen mit der Schwester

Vipers gegen Blomberg heißt auch Leni gegen Emma. Die Geschwister Ruwe spielen zum ersten Mal nicht im gleichen Trikot Handball. Emma tauschte zu Saisonbeginn das Blomberg-Shirt gegen das Vipers-Trikot. Sie kam mit einer Verletzung in Wildungen an und hatte deshalb bisher nur wenig Einsatzzeit. Dennoch freut sie sich auf dieses Spiel, auch weil einige Verwandtschaft auf der Tribüne sitzen wird. „Aber Leni und ich reden kaum über dieses Spiel, wir freuen uns mehr darauf, dass wir uns dort sehen“, sagt Emma (20), die zwei Jahre älter ist als ihre Schwester.

Falls sich die beiden doch auf dem Spielfeld begegnen sollten, „wird das im ersten Moment schon komisch für mich sein, aber ich denke, dass Leni dann für mich auch nur eine normale Mitspielerin sein wird.“ Ein schöner Versprecher. Es ist halt schwer, die eigene Schwester als Gegenspielerin zu bezeichnen. » (Reinhard Schmidt)

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