Die HSG Bad Wildungen peilt gegen SV Union Halle-Neustadt den achten Sieg in Folge an

Favoritenrolle gerecht werden

- Bad Wildungen (jh). Youngster Simona-Maria-Cipaian soll Sarah van Gulik und Laura Vasilescu bei den Vipers entlasten.

„Es sieht gut für uns aus. Da muss man ja nur auf die Tabelle schauen. Wir haben eine Riesenchance aufzusteigen, aber es darf überhaupt nichts mehr passieren“, sagt HSG-Trainer Karsten Moos, befragt zu den Chancen zur angepeilten Erstligarückkehr des Tabellenführers. Damit sich diese realisierten lässt, ist für den Zweitligaspitzenreiter, der nach sieben Siegen in Folge sechs Zähler Vorsprung auf Nichtaufstiegsrang vier hat, morgen ein Sieg gegen den Achten Halle (19 Uhr, Ense-Halle) Pflicht. „Wir gehen als Favorit in die Partie und wollen dieser Rolle auch gerecht werden“, sagt Moos. Neben ihm wird wie schon beim 28:26-Sieg in Nellingen Miranda Robben auf der Bank Platz nehmen. „Es ist gut, dass ich mich so mit ihr austauschen kann“, sagt der Coach in Richtung der schwangeren Spielführerin, für die Rechtsaußen Marie-Theres Raum ihren Bankplatz als Offizielle neben Betreuer Andreas Gonzales Hendriks und Physiotherapeut Thomas Schmidt, Robbens Lebensgefährten, geräumt hat. Nun wird sie offiziell wieder als (zwölfte) Spielerin geführt, obwohl sie, so Moos, „noch nicht einsatzfähig ist“. So sollen wie schon in Nellingen die übrig gebliebenen elf Handballerinnen, die Tessa Cocx als Kapitänin aufs Feld führen wird, den nächsten Schritt Richtung Wiederaufstieg machen.Und das, obwohl laut Moos der Substanzverlust des kleines Kaders „klar spürbar“ ist. Mit „genug Regenerationsphasen“ will der Coach einem Einbruch seiner Stammspielerinnen gegensteuern. So soll Rückraumspielerin Cipaian, „sie hat große Fortschritte gemacht“, so Moos, nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr vor allem zur Entlastung von Spielmacherin van Gulik und der Halblinken Vasilescu sorgen. Als weitere Alternative für (Abwehr-)Einsätze steht Petra Nagy parat, die auch die erste Option sein dürfte, wenn Johanna Stockschläder auf Linksaußen eine Pause bräuchte.

30. April gegen O.-Eschbach

Dass auch seine zweite Torfrau Dinah Eckerle zur Verfügung steht, stimmt Moos froh. Weil die 18-Jährige vom Thüringer HC am 30. März wegen eines Vier-Länder-Turniers des Juniorennationalteams in Frankreich gefehlt hätte, wurde die an diesem Tag vorgesehene Begegnung gegen Schlusslicht Ober-Eschbach auf den 30. April (20.15 Uhr) verlegt. Gegen Halle kann Moos auch auf Stammkeeperin Manuela Brütsch zurückgreifen, obwohl sich die Schweizerin in Nellingen eine leichte Beckenprellung zuzog. Weil sie zuletzt „gute Leistungen abgerufen hat“, so Moos, wird die 30-Jährige wie gewohnt im Vipers-Tor beginnen. Aufgrund des knappen 34:33-Hinspielsieges, bei dem die HSG ein schwaches Rückzugsverhalten zeigte und hauptsächlich wegen 15 Treffern von Cocx gewann, und den Heimerfolgen von Union gegen die Aufstiegsanwärter Berlin, Dortmund und Zwickau warnt Moos vor dem Gast. Beim Sportverein sieht er die Hummel-Zwillinge als „brandgefährlich“ an. Während die Halblinke Jaqueline im Schnitt 5,9 Treffer erzielt, ist die ebenfalls 22-jährige Kreisläuferin Stefanie (4,9) neben der slowakischen Linksaußen Dagmar Stuparicova (3,5/früher THC) am torgefährlichsten.„Wir müssen gegen Halle unsere Topleistung abrufen und gegenüber dem Spiel in Nellingen, gerade was die Bewegung angeht, noch ein paar Schippen drauflegen“, fordert Moos. Der 31-Jährige ist aber ganz zuversichtlich, dass seinem Team der achte Sieg in Folge gelingt, auch weil die Auswärtsbilanz von Halle mit 5:15-Punkten „nicht so prickelnd ist“.

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