Starkes Bad Wildunger Team besiegt vor begeisterten Zuschauern harmlosen HC Rödertal

Für Hit gegen Dortmund gerüstet

- Bad Wildungen (jh). Die offensive Gäste­abwehr ist für die HSG beim 32:20 (16:10)-Sieg ein gefun­denes Fressen.

Es sieht gut aus“, sagte Kreisläuferin Tessa Cocx nach dem souveränen Sieg und brachte damit die Stimmungslage bei den Vipers auf den Punkt. Für die HSG war es ein gelungener Samstagabend, der noch dadurch verschönert wurde, dass Spitzenreiter Celle zu Hause in letzter Sekunde gegen Aufsteiger Allensbach beim 29:29 einen Punkt abgab, sodass der Rückstand der auf Aufstiegsrang zwei stehenden Bad Wildungerinnen auf den Tabellenführer nur noch einen Zähler beträgt. Am nächsten Samstag könnten die Vipers mit einen Sieg im Spitzenspiel über den Fünften Dortmund die Borussia wohl schon entscheidend distanzieren. „Wir sind für Dortmund gerüstet“, sagte die bereits in der 16. Minute für Kapitänin Miranda Robben eingewechselte Ersatzlinksaußen Johanna Stockschläder nach der starken Vorstellung ihres Teams. Diese hatten die 600 Zuschauer in der Ense-Halle mit viel Beifall quittiert. „Wir haben eine Super-Mannschaftsleistung gezeigt und den Zuschauern ein schönes Spiel geboten“, fasste Stockschläder die mit viel Tempo geführte Partie zusammen. Dass die Bad Wildungerinnen so flüssig wie nur selten kombinieren konnten, lag zum einen an der guten Einstellung der Gastgeberinnen durch Trainer Karsten Moos auf die offensive 5:1-Abwehr Rödertals, zum anderen aber auch an der mangelnden taktischen Flexibilität der Ostdeutschen. Obwohl die Vipers mit Einläufern die HC-Abwehr immer wieder auseinandernahmen, stellte Rödertals Trainerin Egle Kali­nauskaite unverständlicherweise nicht einmal ihre Defensive auf eine 6:0-Formation um. „So hatten unsere Rückraumspielerinnen viel Platz. Das hat uns schon ein bisschen geholfen“, wunderte sich Cocx. Nicht nur etwas, sondern sehr viel half die offensive Abwehrformation der Gäste der HSG, die für die Vipers ein gefundenes Fressen war.Vor allem die starke Spielmacherin Sarah van Gulik nutzte die ungewohnten Freiheiten zu sieben Toren aus, während die HSG nach dem 0:1 (2.) schon beim Stand von 6:1 (8.) eindrucksvoll dokumentiert hatte, dass sie die beiden Zähler in Südwaldeck behalten wollte.

Alle Spielerinnen eingesetzt

Das gelang dem Zweiten ohne Mühe, obwohl Moos allen Spielerinnen Einsatzzeiten gab. Dabei ragte aus der zweiten Reihe Torfrau Dinah Eckerle heraus, die nach ihrer Einwechslung nach der Pause sogar noch besser als die starke Manuela Brütsch vor dem Wechsel hielt. Nicht aus Leistungsgründen, sondern weil er auch seinen Ersatzspielerinnen Spielanteile geben wollte, hatte Moos, „beide Torhüterinnen hatten einen sehr guten Tag“, die 18-Jährige gebracht. Die sehr passabel agierende Stockschläder, „sie hat das gut gemacht“, ließ der Coach nach ihrer Einwechslung sogar durchspielen, auch weil er Robbens Kräfte schonen wollte. In der 26. Minute wechselte­ Moos nach längerer Pause Simona-Maria Cipaian ein, die mit Tiefen und Höhen spielte,­ während deren unauffällige Rückraumkollegin Petra Nagy beim 22:13 (39.) das Feld betrat und in der 55. Minute auch noch Kreisläuferin Nathalie Beckmann Cocx ablöste. Die Bad Wildunger Wechselspiele konnten die harmlosen Gäste nicht zu ihren Gunsten nutzen, sodass nachher im HSG-Lager alle zufrieden waren.„Wir haben ein gutes Spiel gemacht und sind schon zu Beginn in der Deckung gut gestanden“, freute sich Moos über den nächsten Schritt in Richtung Erstligarückkehr und die insgesamt gute Vorstellung seiner zweiten Reihe.

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