Eigentlich sollten am Mittwochabend in Ense-Halle The Young Americans auftreten

Mit Glück Spielausfall vermieden

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Den „Young Americans“ zu Dank verpflichtet: Markus Berchten.

Bad Wildungen - Viel hat nicht gefehlt und das heutige Bundesligaspiel der HSG Bad Wildungen gegen den Buxtehuder SV (19.30 Uhr, Ense-Halle) wäre ausgefallen. Schon seit mehr als einem halben Jahr stand nämlich fest, dass am heutigen Mittwochabend die Entertainment-Gruppe „The Young Americans“ in der Ense-Halle einen Auftritt haben sollte.

Das wiederum hatte bis zum Montag aber niemand den Vipers mitgeteilt. „Jeder bei uns hat gedacht, dass wir am Mittwoch ganz normal die Halle haben, weil wir da immer von 17 bis 22 Uhr Training haben“, sagte Markus Berchten, der Trainer und Sportliche Leiter der Handballerinnen.

Der Schweizer war wiederum selbst nicht auf die Idee gekommen, dem für die Hallenbelegung zuständigen Fachdienst Sport des Landkreises Waldeck-Frankenberg Bescheid zu sagen, dass das Bundesligaspiel der HSG gegen Buxtehude wegen des Champions-League-Spiels des BSV am vergangenen Samstag bei Hypo Niederösterreich von der Ligenleitung der Handball-Bundesliga der Frauen vom 3. auf den 7. November verlegt wurde. „Ich habe immer nur Freundschafts- und Pokalspiele dem Fachdienst Sport mitgeteilt. In Zukunft werde ich das auch bei Meisterschaftsspielen machen“, sagte Berchten.

Anruf vom Hausmeister

Der Fachdienst Sport erfuhr so erst am Montag nach einem Anruf von Hausmeister Meise, dem Angestellten der Bad Wildunger Ense-Schule, vom Spiel der Vipers gegen Buxtehude, weil dieser in der Halle ein Spiel­ankündigungsplakat gesehen hatte.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Carsten Habermann vom Fachdienst Sport des Landkreises eigentlich nur vor, den Vipers mitzuteilen, dass deren Training am Mittwochabend wegen des Auftritts der Tanz- und Gesangsgruppe aus den USA ausfallen müsse.

Letztendlich kann sich die HSG Bad Wildungen bei dieser und der Jugenddorf-Christophorusschule Oberurff, welche die „The Young Americans“ engagiert hat, bedanken, dass diese der sehr kurzfristigen Verlegung des Auftritts in die Sport- und Kulturhalle Gemünden zustimmten.

Hätte die Schule und die Entertainment-Gruppe auf ihrem Auftritt in der Ense-Halle beharrt, über den sie einen Vertrag mit dem dafür zuständigen Gebäudemanagement des Landkreises Waldeck-Frankenberg abgeschlossen hatten, wäre das Bundesligaspiel wohl ausgefallen und die Verantwortlichen für die Hallenposse hätten sich zur Lachnummer in Deutschland gemacht.

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