Vipers-Trainer Markus Berchten: „Wir sind in Buxtehude nicht chancenlos“

Die Gunst der Stunde nutzen

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- Bad Wildungen (jh). Nach dem Auswärtscoup in Leverkusen hofft die HSG am Sonntag (15 Uhr, Schulzentrum Nord) beim Buxtehuder SV in der Fremde eine weitere Überraschung zu schaffen. „Wir sind in Buxtehude nicht chancenlos, auch wenn der BSV der große Favorit ist und wir keine Punkte erwarten können“, sagt Berchten, wobei er darauf hofft, dass die Vipers zum richtigen Zeitpunkt auf den Challenge-Cup-Sieger von 2010 treffen.

„Im Moment spielt die Liga verrückt, und jeder kann jeden schlagen. Nachdem wir in Leverkusen gewonnen haben, hat Göppingen Thüringen geschlagen und Buxtehude in Frankfurt verloren“, zählt der Schweizer die Überraschungen der vergangenen Spieltage auf. Diese führt er vor allem darauf zurück, „dass die Spitzenmannschaften durch die Champions League
und internationalen Wettbewerbe sowie die Einsätze ihrer Spielerinnen bei der WM müde sind und im Januar und Februar auch schon im Training mit der Vorbereitung auf die Play-offSpiele beginnen.“

So hofft Berchten, dass sein Team am Sonntag beim äußerst heimstarken BSV die Gunst der Stunde nutzen kann, nachdem das Team von Trainer Dirk Leun in Frankfurt trotz einer 17:12-Führung (33.) noch verlor, „obwohl sie klar überlegen waren, aber zum Schluss die klaren Dinger nicht mehr gemacht haben“, so Berchten. Gleichwohl weiß der 49-Jährige aber auch, dass der Aufsteiger beim Dritten an einem schlechten Tag auch unter die Räder kommen kann.

„BSV spielstärkstes Team“

„Buxtehude ist für mich die spielstärkste Mannschaft der Liga und diesbezüglich noch besser als Oldenburg. Sie spielen mit extrem viel Tempo ihren Stiefel runter“, sagt Berchten über den BSV, der bis auf die holländische Nationalkreisläuferin Diane Lamein nur auf deutsche Kräfte setzt. Noch gut ist ihm in Erinnerung, wie Buxtehude auch dank seiner aggressiven Deckung bei der Erstligapremiere der Vipers im vergangenen September schnell für klare Verhältnisse sorgte.

„Damit haben wir die HSG überrascht“, sagt Leun im Rückblick, während Berchten übermorgen durch viel Laufarbeit seiner Schützlinge im Angriff Kontertore verhindern will. „Buxtehude spielt eine aggressive und offensive Deckung, die uns nicht behagt“, sagt Berchten und hat mit seinem Team an Lösungen gearbeitet, um den BSV-Abwehrblock dennoch ausspielen zu können. Hinter der HSG-Abwehr wird wohl Petra Diener im Tor beginnen, was auch daran liegt, dass Gronemann unter der Woche wegen einer Grippe mit dem Training aussetzen musste. Berchten geht aber davon aus, dass die Referendarin ebenso spielen kann wie Ersatzspielmacherin Jovovic, die ebenfalls Fieber hatte.

Nachdem zuletzt die jeweils von ihm zuerst aufgebotene Keeperin kaum eine Hand an den Ball bekam, hofft Berchten, dass Diener diese Serie brechen kann. Wahrscheinlich wird er zur Sicherheit als dritte Torfrau noch die A-Jugendliche Vanessa Maier mit nach Buxtehude nehmen, wohin als zweite Rechtsaußen auch deren Teamkollegin Marie-Theres Raum mitfährt.

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