Handball-Bundesligist holt 23-Jährige von Werder Bremen

Linksaußen Alina Otto kehrt zur HSG Bad Wildungen zurück

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Alina Otto wechselt vom SV Werder Bremen zur HSG Bad Wildungen. 

Bad Wildungen – Als Jugendliche kam Alina Otto vor neun Jahren nach Bad Wildungen, jetzt kehrt sie als erfahrene Handballspielerin im Alter von 23 Jahren nach Nordhessen zurück.

Ab der kommenden Saison gehört Alina Otto wieder dem Kader der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim an. Die 23-Jährige erhält in der Badestadt einen Zweijahresvertrag. Als Linksaußen ist sie die Nachfolgerin von Sina Ritter, die zum Zweitligist SG Kirchhof wechselt.

„Da man sich bekanntlich immer zwei Mal im Leben sieht, freue ich mich in der nächsten Saison wieder Teil der Vipers-Familie sein zu dürfen. Das Probetraining und die anschließenden Gespräche verliefen durchweg positiv, weshalb ich mich auf das Abenteuer erste. Liga und das Umfeld freue“, sagt Otto zu ihren Beweggründen.

Ähnlich sieht es auch Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel: „Neben den sportlichen Fähigkeiten hat sie uns auch mit Ihrem Charakter und Ihrer Zielstrebigkeit überzeugt und wird uns so nicht nur auf der Platte sondern auch im Team voranbringen.“

Ab 2010 im Wildunger Internat

Rückblick: 2010, mit damals 14 Jahren, wechselte Alina Otto in die Jugend der HSG Bad Wildungen. 

Die gebürtige Delmenhorsterin besuchte bis zu dessen Ende 2012 das Handball-Internat und sammelte anschließend mit 16 Jahren  erste Erfahrungen bei den Vipers in der Bundesliga.

Zur Saison 2013/14 wechselte Otto von der HSG Bad Wildungen zum VfL Oldenburg. Dass die Linksaußen die Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte, lag auch an ihrem Verletzungspech.  So zog sich Otto im April 2014 einen Kreuzbandriss im linken Knie zu und fiel monatelang aus. 

2015 schloss sich Otto dem SV Werder Bremen an und ist bei den auf den drittletzten Rang der 2. Liga platzierten Hanseatinnen in der aktuellen Spielzeit mit 115/68 Treffern beste Torschützin ihres Teams. 

„Wir hätten mit Alina Otto sehr gerne weitergearbeitet, freuen uns aber für sie, dass sie sich mit guten Leistungen bei Werder für die erste Liga empfohlen hat“, sagt Patrice Giron, Koordinator Leistungssport des SV Werder.

Bremmer: Kämpferin mit Wurfvarianten

Für Tessa Bremmer stellt Alina Otto „genau die Verstärkung für die Linksaußen-Position dar, die ich mir gewünscht habe. Die Bad Wildunger Trainerin bezeichnet die 23-Jährige als technisch sehr gut ausgebildet, zudem verfüge sie über viele Wurfvarianten. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Otto eine exzellente Siebenmeter-Schützin ist. Quote: 66 von 86.

„Auch in der Abwehr ist sie eine echte Kämpferin und sehr aggressiv. Für diesen Wechsel hat sie meinen größten Respekt, da sie sich in Bremen ein komplettes Umfeld mit Job aufgebaut hatte und ihre Zelte nun abreißt, um noch einmal den Schritt in die 1. Bundesliga zu wagen“, so Bremmer, die den Neuzugang in der Abwehr auf der halblinken Position einplant.

Genau diese Leistungsbereitschaft fordere sie von ihren Spielerinnen, so die Trainerin, die davon überzeugt ist, dass Alina Otto sich sehr schnell sportlich und auch im Umfeld einleben wird. (red)

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