Ausrufezeichen gesetzt  - Laura Vasilescu verloren 

Handball: Bad Wildungen siegt 28:22 in  Oldenburg 

+
Erst überragend, dann verletzt: Die Bad Wildungerin Laura Vasilescu (Mitte), die hier von den Oldenburgerinnen Isabelle Jongenelen (links) und Jenny Behrend attackiert wird.  

Oldenburg. Mit dem 28:22 (12:9)-Sieg bei Pokalsieger VfL Oldenburg hat die HSG Bad Wildungen in der 1. Handball-Bundesliga der Frauen ein Ausrufezeichen gesetzt.

Dass der Jubel bei den Vipers nach der stärksten Saisonleistung und dem vor allem in der Höhe überraschenden Sieg dennoch gedämpft ausfiel, lag daran, dass sich die zusammen mit Manuela Brütsch und Romy Bachmann-Morf überragende Gästespielerin Laura Vasilescu beim Stand von 26:18 in der 56. Minute bei einem Zusammenprall schwer verletzte und nach minutenlanger Behandlung auf dem Feld mit einer Halskrause auf einer Rollbahre ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Nackenverletzung erlitten

„Wir wissen noch nicht genau, was Laura hat. Sie hatte extreme Nackenprobleme“, sagte Tessa Bremmer. Die Disziplin, welche die Trainerin vor der Partie und zuletzt drei Niederlagen gefordert hatte, zeigten die Südwaldeckerinnen weitestgehend und traten dabei als homogenes Team auf. „Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft. Sie hat alle Aufgaben überragend erfüllt. Dass die Rädchen so ineinander greifen würden, hätte ich nicht gedacht“, sagte Bremmer, nachdem ihre Mannschaft extrem gut aus der sechswöchigen Spielpause gekommen war.

Lob für Bachmann & Brütsch

„Die Spielerinnen sind alle aufgestanden“, fügte die Niederländerin an und verteilte ein Sonderlob an Vasilescu und Bachmann-Morf, „die einen Sprung gemacht haben und überragend waren“. Während Bachmann-Morf, die statt Sabine Heusdens auf halblinks in der der Anfangsformation gestanden hatte, nach dem 2:0 (2.) bis zum 4:3 (9.) bereits dreimal getroffen hatte, drehte die zuletzt in der Kritik stehende Vasilescu in der zweiten Hälfte mit sechs Toren auf und zeigte sich als sichere Siebenmeterwerferin.

Wie Bachmann-Morf, „die einfach durch die Lücken geknallt ist“, so Bremmer, war die Rumänin im eins gegen-eins kaum zu stoppen. Nach dem 4:4 (12.) und 9:8 (22.) hatten die Vipers beim 11:8 (27.) erstmals mit drei Toren geführt und waren beim 14:9 (32.) vor 2010 Besuchern in der kleinen EWE-Arena sogar auf fünf Treffer enteilt. Selbst von Zeitstrafen gegen Torfrau Brütsch, „die ein extremer Rückhalt war“, so Bremmer, nach einem Wechselfehler, und Rechtsaußen Anna Frankova beim Stand von 15:12 (34.) und den ihnen nicht wohl gesonnenen schwachen Schiedsrichterinnen Susann Kruska und Sarah Lange ließ sich die HSG nicht aus der Ruhe bringen.

Vielmehr zogen die Gäste nach dem 15.13 (37.), dem 19:16 (44.) über das 22:16 (49.) sogar auf 28:16 davon. (jh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare