Wildunger Spiel gegen Buchholz in Bergheim

Vipers-Plan: Gegen Luchse Riesenschritt zum Klassenerhalt machen

Spielszene vom Frauenhandball: Die Oldenburgerin Jenny Behrend (rechts) im Zweikampf gegen Bad Wildungens Sabine Heusdens.
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Weg da: Wie hier die Oldenburgerin Jenny Behrend (rechts) will die Bad Wildungerin Sabine Heusdens morgen gegen ihren Ex-Klub Buchholz-Rosengarten ihre Gegnerinnen aus dem Weg räumen.

Mit einem Sieg über die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten kann die HSG Bad Wildungen an diesem Samstag (19 Uhr) quasi schon einen Matchball verwandeln.

Bad Wildungen – Gewinnt der Elfte gegen den auf Relegationsplatz 13 stehenden Gast, hätten die Vipers acht Punkte Vorsprung auf den Viertletzten. „Dann wäre wir so gut wie durch“, sagt Tessa Bremmer. Sogleich fügt die HSG-Trainerin aber an, dass sie weniger auf die Tabelle als viel mehr auf das Spiel gegen den Aufsteiger fokussiert sei. „Wenn wir verlieren, ist wieder alles offen“, sagt die 37-Jährige, aber selbst dann „habe ich keine Angst um den Klassenerhalt“, sagt die Niederländerin selbstbewusst.

„Wir müssen gegen Rosengarten gewinnen“, lautet Bremmers klare Forderung an ihr Team, wobei ihre Mannschaft durch die 20:24 (10:12-)-Niederlage am 19. September in Buchholz noch mit einer Portion „Extramotivation“ ins Spiel gehen wird. Schließlich war die unerwartete Pleite beim Neuling der bisherige Tiefpunkt der ansonsten passabel verlaufenden Saison der Vipers.

Trainerin Bremmer: Rosengarten eine „Wundertüte“

In der Nordheidehalle hatte die HSG eine 17:15-Führung (39.) noch verspielt und in den folgenden 21 Minuten nur drei Tore erzielt. „Da haben wir uns blöd angestellt“, sagt Bremmer und geht davon aus, dass ihre Mannschaft neben dem „guten Gefühl“ durch den 38:22-Sieg beim 1. FSV Mainz 05 wegen der Hinspielpleite auch mit „Revanchegefühlen“ in das Spiel gegen den Neuling gehen wird.

„Rosengarten ist auch durch seine Nachverpflichtungen auch in der Breite für einen Aufsteiger gut besetzt und hat viele erfahrene Spielerinnen mit Bundesligaerfahrung“, sagt Bremmer über das Team von Trainer Dubravko Prelcec. Die Luchse sind für sie auch deshalb eine „Wundertüte“ weil stets andere Spielerinnen stark spielen würden.

Ein besonderes Spiel für Sabine Heusdens

Weil sich die Vipers in Buchholz gegen die 5:1-Deckung des Teams um die Ex-Leverkusenerin Kim Berndt schwer getan haben, kann sich Bremmer gut vorstellen, dass Prelcec wieder auf dieses Abwehrsystem setzen wird. Sie selbst will auf der Rechtsaußenposition wie schon in Mainz Vanessa Plümer, „die das sehr gut gemacht hat und erst einmal die Nase vorn hat, was die Anfangsformation angeht“, statt Kira Schnack starten lassen. Zugleich freut sich die Trainerin, dass sie durch die relativ große Ausgeglichenheit ihres 15-köpfigen Kaders den „Luxus“ hat, „dass ich auch schon nach zehn Minuten wechseln kann, weil wir Alternativen haben“.

Zu denen soll am Samstag auch wieder Larissa Platen zählen, nachdem die gegen Neckarsulm (31:35) und in Mainz pausierende Rückraumallrounderin nach einer Zerrung im Oberschenkel am Dienstag wieder „ein bisschen reduziert“, so Bremmer, ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Für die zuletzt relativ wenig berücksichtigte Abwehr- und Rückraumaushilfe Sabine Heusdens wird die Partie gegen Buchholz-Rosengarten „ein besonderes Spiel“, so Bremmer, weil die 33-jährige Halblinke bis zur ihrer Rückkehr im Sommer 2017 nach Bad Wildungen vier Jahre für die Luchse gespielt hat

Schnee auf der Ense-Halle: HSG weicht nach Bergheim aus

Weil viel Schnee auf dem Dach der Bad Wildunger Ense-Halle liegt, ist diese am Montag vom Landkreis Waldeck-Frankenberg aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Da es das beauftragte Fachunternehmen wegen den weiter schwierigen Witterungsbedingungen nicht schafft, den Schnee bis zum vorgesehenen Spielbeginn am Samstag um 19 Uhr zu räumen, werden die Vipers nicht in der Ense-Halle gegen Buchholz-Rosengarten spielen können.

Aufatmen aber seit Freitagmittag bei der HSG Bad Wildungen: Das Spiel kann heute um 19 Uhr in der Sporthalle der Gesamtschule Edertal in Bergheim stattfinden, nachdem Spielleiter Uwe Stemberg von der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) seine Zustimmung erteilt hat.

„Es hat alles gut geklappt, auch wenn ein großer Aufwand zu bewältigen war. Ich kann mich nur bei allen Beteiligten bedanken“, sagte Simon Hallenberger, der Medienbeauftragte der Vipers. „Das wir nicht in die Ense-Halle können, war erst schon eine Enttäuschung, aber ich bin froh, dass wir jetzt in Bergheim spielen können und alles auch von der Liga her unkompliziert verlaufen“, sagte Tessa Bremmer, deren Team bereits seit Dienstag in Bergheim trainiert.

„Das wir nun dort auch spielen können, war die bestmögliche Option. Wir fühlen uns in der Halle wohl“, fügte die Bad Wildunger Trainerin an, wobei für die Vipers zu hoffen ist, dass dieser Umstand auch noch nach dem sehr wichtigen Spiel des Elften gegen den Dreizehnten gegeben ist. (jh)

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