Trotz überragendem Duo verliert Bad Wildungen 24:29 (10:14)

Brütsch- und Scheib-Gala reicht nicht – Vipers unterliegen Metzingen

Die Bad Wildungerin Jana Scheib (Mitte) wird von den Metzingerinnen Bo van Wetering (links) und Ex-Viper Tamara Haggerty attackiert.
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Trikottest: Die Bad Wildungerin Jana Scheib (Mitte) wird von den Metzingerinnen Bo van Wetering (links) und Ex-Viper Tamara Haggerty attackiert.

Die HSG Bad Wildungen hat gegen die TuS Metzingen die erwartete Niederlage kassiert. Gegen die TusSies verloren die Vipers trotz einer klaren Leistungssteigerung gegenüber der 22:36-Klatsche am Samstag bei der HSG Blomberg-Lippe mit 24:29 (10:14).

Bad Wildungen. „Die Mannschaft hat die Reaktion gezeigt, die ich mir erhofft habe. Gefühlt war mehr für uns drin. Allerdings gibt es zwischen uns und Metzingen einen Qualitätsunterschied, den man auch in einigen Phasen des Spiels gesehen hat“, sagte die insgesamt trotz der Niederlage zufriedene Vipers-Trainerin Tessa Bremmer.

In deren Team überragten die Halbrechtre Jana Scheib mit zehn Treffern, „sie hat eine beeindruckende Leistung gezeigt“, so Bremmer, und Torhüterin Manuela Brütsch mit 14 Paraden. Doch die Gala des Duos reichte dem Zehnten wegen zu vieler Fehler nicht aus, um den gegen den Vierten eine Überraschung zu schaffen.

Vipers liefern Favoriten anfangs einen Schlagabtausch

Dabei hatten die Südwaldeckerinnen in eigener Halle in der 17. Minute noch mit 8:7 geführt und dem Favoriten bis dahin einen Schlagabtausch geliefert. Und das, obwohl sich bei den Vipers im Angriff nur Scheib treffsicher zeigte und bis zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Tore erzielt hatte.

Dagegen agierten wegen ihrer Fehlwürfe die Halblinke Munia Smits (drei), für die nach 20 Minuten Sabine Heusdens kam, Kreisläuferin Annika Ingenpaß (zwei) und die nach 14 Minuten für Linksaußen Anna-Maria Spielvogel eingewechselte Alina Otto (zwei) im Angriff unglücklich.

Ohne die dazu kommenden vielen technischen Fehler wäre für die Bad Wildungerinnen wesentlich mehr drin gewesen, als der 10:14-Halbzeitstand. Der war auch dadurch zustande gekommen, weil sich die Gastgeberinnen nach dem 10:11 (27.) durch Scheibs sechstes Tor mit Zeitstrafen selbst schwächten. So musste die wie die meisten ihrer Mitspielerinnen mit Licht aber auch viel Schatten agierende HSG-Regisseurin Maxime Struijs bis zum Seitenwechsel bereits zweimal für zwei Minuten von der Ersatzbank aus zusehen.

Sieben Paraden von Brütsch verhindern Halbzeit-Rückstand nicht

Auch die erneut gute Leistung von Brütsch, die bis zur Pause bereits sieben Bälle pariert hatte, „sie hat überragend gehalten“, so Bremmer, konnte den Halbzeitrückstand nicht verhindern. Zwar kämpften sich die Vipers nach dem Wechsel noch einmal auf 13:15 nach 34 Minuten heran, doch ihr Rückraum war zunächst, abgesehen von Scheib weiter zu schwach, um Metzingen in Bedrängnis zu bringen. Und das auch, weil vor allem Heusdens und Struijs zu viele Fehler machten.

Doch nach dem 14:19 (37.) kämpfte sich die routinierte Heusdens ins Spiel zurück und leitete damit die nicht mehr für möglich gehaltene Aufholjagd der HSG bis zum 19:20 nach 45 Minuten ein.

Das 21:21 verhinderte dann bei ihrem Wurf die Latte (47.), während Struijs beim 20:22 (48) mit ihrem Siebenmeter an Nicole Roth scheiterte und damit die Niederlage einleitete. Nach dem 25:20 (51.) war Metzingen dann endgültig auf die Siegesstraße eingebogen.

„Wir haben trotz der Niederlage über 80 Prozent der Partie ein Super-Spiel gemacht. Gegenüber dem Blomberg-Spiel haben wir in der Abwehr gut gestanden“, sagte Scheib und machte für die Niederlage die zu hohe Fehlwurfquote der Vipers verantwortlich. (jh)

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