Bad Wildungen nach 26:30-Niederlage wieder näher am Abstiegskampf der Bundesliga    

Bittere Heimpleite der Vipers gegen Nellingen

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Nur selten konnte sich Vipers-Torhüterin Manuela Brütsch so in Szene setzen, wie bei dieser Parade gegen die Nellingerin Roxana-Alina Ioneac.

Bad Wildungen. Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen sind unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Das Bundesliga-Heimspiel gegen den TV Nellingen ging mit 26:30 (11:13) verloren.

Damit müssen sich die Vipers nach dem Coup gegen den Thüringer HC und dem Einzug ins Final-Four des Pokalwettbewerbs wieder nach unten orientieren. Nur noch drei Punkte beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. 

Der Sieg der Gäste war am Ende hochverdient, sie stellten die bissigere und vor allem konstantere Mannschaft. „Heute hatten wir keine Schwächephase“, sagte TV-Trainer Pascal Morgant, der hinzufügte: „Wir haben Bad Wildungen nie wirklich die Chance gegeben, das Spiel zu drehen.“ Tessa Bremmer war auf der Gegenseite ziemlich bedient. „Das ist heute scheiße gelaufen. Es war ein verdienter Sieg für Nellingen. Wir müssen uns jetzt zusammenreißen.“

Haggerty ausgefallen

Den Gastgeberinnen machten vor allem zwei Dinge zu schaffen: Zum einen der Ausfall von Abwehrchefin und Kreisläuferin Tamara Haggerty (Infekt), zum anderen eine katastrophale Chancenverwertung. Die Vipers vergaben mehr als zehn hochkarätige freie Chancen, vor allem Miranda Schmidt-Robben hatte das Pech bei sechs freien Würfen förmlich an den Händen kleben.

„Hätten wir diese Tore gemacht, hätten wir das Spiel gewonnen“, wusste die Vipers-Trainerin. So jubelten aber am Ende die Gäste, die nur beim Bad Wildunger 1:0 (1.) und 8:7 (14.) in Rückstand lagen. 

Wende lange Zeit möglich

Ansonsten legte Nellingen immer eine Zwei- bis drei-Tore-Führung vor. Ein 15:19 (41.) konnten die Vipers noch einmal kontern (18:19, 45.), auch beim 21:22 (49.) und 25:26 (54.) lag eine Wende zugunsten der Gastgeberinnen zumindest im Bereich des Möglichen. Doch als Nellingen auf 29:25 (57.) erhöhte, war die Entscheidung gefallen. Beste Torschützin bei den Vipers war Anouk Nieuwenweg (elf Tore).

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