Bad Wildungen Vipers ab sofort in der Spielpause

Handball-Bundesliga der Frauen bricht Saison ab

+
Nichts geht mehr in dieser Saison - auch für Anna Bocka (rechts) und Alina Otto von den Vipers.

Abruptes Saisonende für die Bad Wildunger Vipers: Die Handball-Bundesliga Frauen (HBF) bricht die Meisterschaftsrunde für die 1. und 2. Liga ab.   

Bad Wildungen - Als Grund nennt die HBF in einer Pressemitteilung "die sich zuspitzende Situation das Corona-Virus betreffend". Sportliche Absteiger aus beiden Klassen wird es nach dieser Entscheidung nicht geben. Geprüft werde, ob das Final-Four-Turnier im Pokal verlegt werden kann.  Der geplante Termin 23./24. Mai ist nicht zu halten.

Weil sich die Vorschriften der Behörden täglich verschärften, sei bis mindestens Ende April kein regulärer Trainingsbetrieb für die Vereine möglich, heißt es in der Mitteilung. "Auch für die Zeit danach gibt es noch keinerlei Gewissheit".  Die HBF verweist auf Baden-Württemberg, das als erstes   Bundesland Veranstaltungen generell bis auf Weiteres verboten habe; eine entsprechende Verordnung gelte  Stand jetzt bis Mitte Juni.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind alle Sporthalle soweit gesperrt. Auch die Ense-Halle in Bad Wildungen, die Heimat der Vipers. Die HSG hatte eine Ausnahmegenehmigung fürs Training erwirken wollen, das Thema hat sich damit erledigt.  

Keine Geisterspiele

Zudem erreichten auch den Handball immer mehr Quarantäne-Fälle - aktuell hat es Nationalspieler Jannik Kohlbacher getroffen; er und vieler seiner Teamkollegen sitzen in den eigenen vier Wänden fest.  Für die HBF stehe "die Gesundheit der Bevölkerung, der Spielerinnen sowie aller darüber hinaus am Spielbetrieb beteiligten Personen im Vordergrund". 

Über mögliche Aufsteiger sowie die Vergabe der internationalen Startplätze soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.  "Geisterspiele" lehnen die HBF-Vereine aufgrund der damit verbundenen Einnahmeverluste ab. "Schon jetzt stehen die 14 Erst- und 16 Zweitligisten im Hinblick auf die kommende Saison vor enormen, nie dagewesenen wirtschaftlichen Herausforderungen", heißt es in der Mitteilung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare