HSG Bad Wildungen erwartet am Samstag Metzingen - der Druck ist beim Gegner

Überraschung gegen die TuSsies ist das Ziel

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Der geht vorbei: Die Bad Wildungerin Rinka Duijndam (links) hofft, dass morgen auch die Metzingerinnen, so wie hier die Buxtehuder Nationalspielerin Lone Fischer ihr Tor verfehlen.

Bad Wildungen.  „Das wird keine einfache Aufgabe für uns, aber wir wollen versuchen eine Überraschung zu schaffen“, sagt Tessa Bremmer. Sie trifft mit den Wildunger Vipers an diesem Samstag daheim auf Metzingen. 

Dass die Turn- und Sportvereinigung Metzingen am vergangenen Samstag überraschend mit 25:27 gegen die HSG Blomberg-Lippe verlor, hat Bremmer überhaupt nicht gefallen. „Das ist extrem blöd für uns, weil Metzingen so hoch motiviert bei uns antreten wird. Mir wäre es deshalb lieber gewesen, wenn sie gegen Blomberg gewonnen hätten“, sagt die Bad Wildunger Trainerin vor Aufeinandertreffen am Samstag (19 Uhr) in der Ense-Halle.

Ihrer Hoffnung, dass der Erstligazehnte dem Dritten am Samstagabend ein Bein stellen könnte, liegt auch die Tatsache zu Grunde, dass die Vipers, von allen eventuellen Sorgen um den Ligaerhalt befreit, locker aufspielen können, während die TuSsies „schon ein bisschen Druck verspüren werden“, so Bremmer, weil ihr dritter zur EHF-Cup-Teilnahme berechtigter Europapokalplatz in Gefahr ist. 

Die Gäste, die wie die HSG im Pokalhalbfinale stehen und dabei am 19. Mai auf Favorit Bietigheim treffen, sind durch den überraschenden Abgang von Nationalmannschaftskapitänin Anna Loerper Ende Januar nach Bietigheim schwerer auszurechnen.

HSG-Team weiterentwickeln

Nachdem ihr Team trotz des 24:20-Erfolgs gegen Schlusslicht HC Rödertal „kein gutes Spiel“ gemacht habe, erwartet Bremmer morgen eine deutliche Leistungssteigerung. Dass sie in dieser Saison bei höchstens einem Absteiger ihre Mannschaft in Ruhe weiterentwickeln kann, „ist ideal“, so die 34-Jährige. Dennoch will sie weiter mit den Vipers den größtmöglichen Erfolg erreichen und hält auch an Tabellenplatz neun, den derzeit Oldenburg mit einem Zähler mehr innehat, als Saisonziel „fest“. Während dieses realistisch erscheint, ist Rang acht zehn Spieltage bei bereits sechs Punkten Rückstand auf Leverkusen in weiter Ferne.

Gegen Metzingen will Bremmer mit ihrer Stammformation beginnen, wobei nur fraglich ist, ob Rinka Duijndam oder wie gegen Rödertal Manuela Brütsch am Anfang im Tor stehten werden. Während Bremmer hofft beim Final-Four Turnier wieder auf Rückkehrerin Annika Busch, Rechtsaußen Hanne van Rossum und Rückraumspielerin Romy Bachmann (beide Aufbautraining nach Kreuzbandriss) zurückgreifen zu können, wird das bei Ersatzkreisläuferin Isa-Sophia Rösike (Fußoperation) „eher schwer“.

Chance für zweite Reihe

Bis dahin will Bremmer die Reservistinnen Mariel Beugels, Marieke Blase, Lisa-Marie Preis, Sina Ritter und Anna-Maria Spielvogel näher an die Stammformation heran führen, die nun schneller zum Zug kommen dürften, „weil ich vielleicht öfters etwas ausprobieren werde“, so Bremmer. (jh)

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