Corona-Krise erfasst immer mehr Sportarten   

Handball-Bundesliga Frauen sagt Spieltag ab - Tischtennis unterbricht Spielbetrieb 

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Der Spielbetrieb der 1. Handball-Bundesliga der Frauen ist vorerst auf Eis gelegt. Auch der Hessische Tischtennis-Verband verordnet seinen Aktiven eine Zwangspause.

Bad Wildungen - "Wie die Verantwortlichen der Liga beschlossen haben, findet dieses Wochenende kein Spielbetrieb in der 1. und 2. Handball-Bundesliga Frauen (HBF) statt", heißt es bei den Vipers. Grund ist die Corona-Krise. Folglich wird auch das für Samstag terminierte Heimspiel der Vipers gegen Metzingen in der Bad Wildunger Ense-Halle nicht stattfinden. 

Ein Nachholtermin steht bislang nicht fest. Darüber oder eventuell weitere Schritte will der Vorstand der HBF in Absprache mit den Vereinen in der kommenden Woche entscheiden. In einer Pressemitteilung der HBF heißt es: "Aussagen über weitere Spieltage können zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden, da die Folgen und Auswirkungen des Corona-Virus aktuell nicht absehbar sind." 

Bremmer: Erst mal so hinnehmen

"Wir müssen das erst mal so hinnehmen und abwarten, wie es weitergeht", sagte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer in einer ersten Reaktion. Natürlich werde das Thema diskutiert. "Alle machen sich Sorgen, was passieren könnte."

Die Absage einer Partie ist nach den Worten der Vipers-Trainerin noch verkraftbar, dafür würde sich ein Nachhol-Termin finden.  Schwieriger würde es, wenn weitere Spieltage abgesagt werden müssen. Das werfe dann auch wirtschaftliche Fragen auf, weil die Einnahmen durch die Zuschauer fehlen würden.

"Auf der anderen Seite ist es nur Handball", sagte Bremmer. Viele Menschen seien durch die Corona-Krise etwa beruflich stark getroffen.  "Es ist eine krasse Situation."

Kein Tischtennis bis zum 17. April

Zum einem einschneidenden Schritt hat sich das Präsidium des Hessischen Tischtennis-Verband entschlossen.  Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat es entschieden, dass der gesamte Spielbetrieb, also auch alle Individualwettbewerbe mit sofortiger Wirkung ausgesetzt wird, und zwar vorerst bis einschließlich 17. April, heißt es in einer Mitteilung des Verbands.

Der HTTV komme damit "der Fürsorgepflicht für die Gesundheit gegenüber den Vereinen sowie deren Spielerinnen und Spielern nach. Darüber hinaus unterstützt er damit die behördlichen Bemühungen um mögliche Ansteckungen zu verhindern und die weitere Ausbreitung einzudämmen."

Ziel: Saison zu Ende bringen

Das HTTV-Präsidium bitte um Verständnis. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht."  Eine endgültige Absage der Liga-Runden ist damit laut HTTV nicht verbunden. Die Lage werde weiter beobachtet und dann werde man schauen, "ob Veranstaltungen nachgeholt werden können und ob der Spielbetrieb gegebenenfalls später zu Ende geführt werden kann. Das sollte unser Ziel sein“, sagte  HTTVPräsident Andreas Hain.

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