Trainerin Bremmer: Situation eingetreten, die wir vermeiden wollten

Vipers gegen Göppingen unter Druck

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Attackiert: Mit heftigem Widerstand muss die Bad Wildungerin Anouk Nieuwenweg (Mitte) auch morgen durch die Göppingerinnen Iris Guberinic (links) und Prudence Kinlend rechnen.

Bad Wildungen. Nach einer zuvor passablen Saison ist die HSG Bad Wildungen durch die überraschende 26:30-Heimpleite gegen den TV Nellingen unter Druck und in den Kampf gegen den Abstieg aus der 1. Frauenhandball-Bundesliga geraten.

Auch wenn Vipers-Trainerin Tressa Bremmer sagt, „dass immer noch viele Mannschaften hinter uns stehen und wir nicht zu sehr nach unten sehen sollten“, könnte die Lage für den Zehnten bei einer Niederlage an diesem Samstag (19 Uhr, Ense-Halle) gegen den Überraschungsfünften Frisch Auf Göppingen prekär werden. Der nächste Gegner HSG Bensheim/Auerbach ist als Vorletzter nur noch drei Punkte entfernt.

Ziel einstelliger Platz bleibt

„Es ist eine Situation eingetreten, die wir vermeiden wollten, und es stellt sich so langsam ein Druckgefühl ein, das wir nicht haben wollten“, gibt Bremmer zu. Zugleich fügt sie aber an, dass der Abstand der HSG zu Platz acht, ebenso wie zu Abstiegsrang 13, ebenfalls nur drei Punkte beträgt. „Unser Ziel bleibt weiter ein einstelliger Tabellenplatz“ sagt die 34-Jährige. Doch um den zu erreichen, ist ein Sieg über Göppingen Pflicht.

Gegen Frisch Auf gewannen die Vipers Anfang November nach einer 20:13 Führung (43.) und der folgenden Zitterpartie, 22:20 (58.) im Pokalachtelfinale in dieser Saison bereits. Seitdem hat die Gästemannschaft von Trainer Aleksandar Knezevic in der Liga in sieben Spielen nicht mehr verloren, sodass Bremmer Göppingen, „die haben eine erfahrene Mannschaft und sehr guten Lauf“ am Samstagabend als „leichten Favoriten“ ansieht, „auch wenn ihr Kader nicht so breit ist“.

„Sehr starker Rückraum“

„Göppingen ist im Rückraum sehr stark besetzt“, sagt die HSG-Trainerin auch in Anspielung darauf, dass die tschechische Halbrechte Michaela Hrbkova, die Halblinke Prudence Kinlend und die niederländische Spielmacherin Maxime Struijs sehr torgefährlich sind. Zudem verfügt Frisch Auf mit der niederländischen Nationaltorhüterin Kristy Zimmerman, die nach der Saison als Nachfolgerin von Nationaltorfrau Dinah Eckerle (Bietigheim) zu Vizemeister Thüringer HC wechseln wird, „über eine richtig gute Torfrau“, so Bremmer. Diese hat die HSG mit den zuletzt nicht überzeugenden Manuela Brütsch, die beim Pokalspiel überragte, und Rinka Dujindam auch.

Während sie Rechtshänderin Anna-Maria Spielvogel wegen deren „Abwehrstärke und Schnelligkeit“ wieder auf der Rechtsaußenposition beginnen lassen will und dort Linkshänderin Anna Frankova als „gute Option“ ansieht, hat sie sich noch nicht entschieden, wen sie im Tor beginnen lässt, wobei sie mit Duijndam liebäugelt.

Tamara Haggerty dabei

Auf Ersatzkreisläuferin Isa-Sophia Rösike, die fast zeitgleich mit Zweitligist Zwickau bei der SG Kirchhof antritt, wird Bremmer verzichten, da Tamara Haggerty wieder völlig fit ist und sie mit Rückraumspielerin Sabine Heusdens noch eine weitere Option habe. „Wir müssen uns deutlich steigern. Ohne Tamara hat uns in der Abwehr die Aggressivität gefehlt“, sagt Bremmer.

In der Offensive wollen die Vipers mit schnellem Spiel „die körperlich starke und kräftige 5:1-Deckung“ der Gäste in Bewegung bringen. Bremmer hofft, dass gegen Frisch Auf nicht nur wie gegen Nellingen einzig Anouk Nieuwenweg im Rückraum überzeugt.

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