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Vipers: Noch einmal fokussieren und in Dortmund nicht untergehen

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Von: Jürgen Heide

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Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Jolina Huhnstock (rechts) hat sich gegen die Dortmunderinnen Mie Sando (links) un d Alina Grijseels durchgesetzt.
Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Jolina Huhnstock (rechts) hat sich gegen die Dortmunderinnen Mie Sando (links) un d Alina Grijseels durchgesetzt. © malafo

Noch zwei Spiele, dann ist für die HSG Bad Wildungen eine holprige Saison zu Ende. Dass es ein „Happy end“ gibt, steht zur Freude der Vipers schon vorzeitig fest.

Bad Wildungen – Die HSG Bad Wildungen kann gelassen in ihre letzten zwei Saisonspiele gehen. Denn durch die 25:32 (16:17)-Niederlage des BSV Sachsen Zwickau bei der Neckarsulmer Sport-Union hat der Aufsteiger sechs Punkte und 51 Tore Rückstand auf die Vipers, sodass der Zehnte einzig theoretisch noch auf Relegationsrang 13 zurückfallen dürfte. „Dass Zwickau verloren hat, war geil, aber bereits nach unserem Sieg dort war klar, dass wir so gut wie sicher sind“, sagt Trainerin Tessa Bremmer.

Mit der Partie an diesem Samstag (19 Uhr, Sporthalle Wellinghofen) beim entthronten Meister Borussia Dortmund, Bietigheim steht seit einer Woche als neuer Champion fest, wartet „eine extrem schwierige Aufgabe“, so Bremmer, auf die HSG. „Wir müssen uns noch einmal fokussieren, denn sonst kann man in Dortmund eine Klatsche bekommen.“ Auch weil es für Dortmund das letzte Heimspiel der Saison ist und die Südwaldeckerinnen den Meister der Vorsaison bei dessen 31:30 (15:16)-Erfolg am 30. März in Bergheim bis zur Schlusssirene zittern ließen, dürfte die Borussia hochmotiviert zu Werke gehen.

HSG Bad Wildungen: Trainerin Bremmer macht keine Experimente

„Die werden sich nicht noch einmal das Leben von uns so schwer machen lassen wollen“, glaubt Bremmer. Für ihre Mannschaft wird es vor allen darum gehen, die Kreise von Spielmacherin Alina Grijseels einzuschränken. „Bei Dortmund dreht sich viel um sie. Sie setzt ihre Mitspielerinnen gut ein und ist selbst als eine der wenigen Mittelspielerinnen noch extrem torgefährlich“, sagt Bremmer über die Handballerin des Jahres 2021.

Die Bad Wildunger Trainerin will trotz des so gut wie gesicherten Klassenerhalts in Dortmund auf ihr stärkstes Team setzen und plant keine Experimente. So dürfte Nachwuchsspielmacherin Anika Hampel wohl wieder von der Bank kommen, was wohl auch für die Halbrechte Anouk Nieuwenweg gilt. „Wir müssen sehr lange Angriffe spielen, weil Dortmund eine sehr bewegliche Deckung hat“, sagt Bremmer. Sie kann bis auf die Langzeitverletzte Larissa Platen auf ihren kompletten Kader zurückgreifen.

„Wir haben das Spiel gegen Buxtehude aufgearbeitet und wollen gegen Dortmund eine deutlich bessere Leistung zeigen“, sagt Co-Trainerin Sabine Heusdens in Anspielung auf die 28:40-Pleite gegen den Dritten. Das wird nötig sein, um beim BVB nicht unterzugehen. Bei optimalem Verlauf könnte die HSG sogar ihr ursprüngliches Ziel Platz neun erreichen, was zeige, so Bremmer, wie „verrückt die Saison auch wegen Corona war“. (Jürgen Heide)

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