Bundesligateam am Samstag bei den "TuSsies"

Ohne Druck überraschen: Bad Wildungen beendet Pause in Metzingen

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Wieder im Wildunger Team: Erika Rajnohova (Mitte) hat zwar noch Trainingsrückstand, aber durch die Personalnot soll die Slowakin die Rückraumspielerinnen der Vipers bereits beim Spiel in Metzingen entlasten. 

Bad Wildungen – Viele andere aus der Liga waren im DHB- Pokal oder Europapokal im Einsatz. Für die HSG Bad Wildungen Vipers geht die zweiwöchige Pause erst an diesem Samstag zu Ende. 

Ab 19.30 Uhr (Öschhalle) sind die Bad Wildunger Vipers in der Bundesliga bei der TSG Metzingen gefordert. „Das Spiel kommt passend für uns, weil wir dort ohne Druck spielen können, da wir klarer Außenseiter sind“, sagt Trainerin Tessa Bremmer vor der Partie bei der Turn- und Sportvereinigung.

Die dreiwöchige Spielpause kam den Vipers nach dem Fehlstart mit 0:10 Punkten und dem zwischenzeitlichen Pokal-Aus gegen Leverkusen (21:25) gerade recht. „Wir haben viel im taktischen Bereich und in Kleingruppen gearbeitet“, sagt Bremmer und auch die Stimmung in der Mannschaft sei trotz des missglückten Auftakts wieder „okay“.

In Metzingen kann die Niederländerin am Samstagabend wieder auf Ersatzspielmacherin Erika Rajnohova zurückgreifen, nachdem die slowakische Nationalspielerin ihre allergische Reaktion am Fuß auskuriert hat. Eine große Entlastung könne das Talent aber noch nicht sein, sagt Bremmer, weil Rajnohova durch ihre rund einen Monat dauernde Trainingspause noch nicht richtig fit sei. 

Für „ein paar Minuten“ könne die Regisseurin die verbliebenen Rückraumspielerinnen Maria Ines Da Silva Pereira, Maxime Struijs, Sabine Heusdens und Jana Scheib aber entlasten. Die Verletzung, welche die Halblinke Marieke Blase bei der 27:30-Pleite bei Aufsteiger Kurpfalz Bären erlitt, hat sich indes wie befürchtet als Kreuzbandriss herausgestellt. Damit sei die Saison für die Ex-Thüringerin vermutlich schon gelaufen, sagte Bremmer. 

Weitere Aussagen zu dem befürchteten Karriereende der Rückraumspielerin, die nun fünf Kreuzbandoperationen hinter sich hat, wollen die Niederländerin und auch Blase selbst nicht treffen. „Marieke macht ihre Reha und dann sehen wir weiter“, fügte Bremmer einzig noch an.

In der Abwehr fehlt Personal

Durch den Ausfall von Blase und der österreichischen Rückraumallrounderin Vanessa Magg, die in der Vorbereitung im August ebenfalls einen Kreuzbandriss erlitten hatte und ebenso bis Saisonende ausfallen könnte, fehlen Bremmer zwei Spielerinnen im Abwehr-Innenblock der 6:0-Stammdeckung. „Dort sind wir nun dünn besetzt“, sagt die HSG-Trainerin, die in Heusdens und der jungen Maxi Mühlner, „auf die wir nun noch mehr angewiesen sind“, nur noch zwei eingespielte Kräfte für die Deckungsmitte hat.

In der wird auch Annika Ingenpaß weiter eingesetzt werden, nachdem die Ex-Metzingerin dort zuletzt ihre Sache „nicht schlecht gemacht hatte“, betonte Bremmer.

Sollte dies weiterhin der Fall sein, könnte sich die Trainerin zumindest zeitweise einen Abwehr-/Angriffswechsel zwischen der defensivstärkeren Mühlner und der wesentlich torgefährlicheren Ingenpaß gegen die schnellen Metzingerinnen sparen.

Weil die Tschechin Anna Frankova auf Rechtsaußen zuletzt „nicht ihre besten Spiele gezeigt hat“ (Bremmer), könnte dort auch Stammlinksaußen Anna-Maria Spielvogel zum Einsatz kommen. Dafür würde dann Alina Otto auf der Linksaußenposition ihre Chance erhalten, während auf der Rückraum Mitte die Portugiesin Da Silva Pereira gegenüber der Niederländerin Struijs derzeit „die Nase leicht vorn hat“. 

Wiedersehen mit Haggerty

„Metzingen ist vor allem im Rückraum extrem gut und breit besetzt. Sie haben viele junge Wilde, die sehr kampfstark sind“, sagt Bremmer über das auf Rang fünf stehende Team. Sie ist besonders von der dänischen Spielmacherin Simone Petersen angetan.

„Metzingen ist ein Gegner, gegen den wir uns wenig Chancen ausrechnen, aber natürlich wollen wir da gewinnen“, sagt Bremmer. Die Trainerin hofft, dass die jungen und neuformierten Metzingerinnen um die Ex-Bad Wildunger Kreisläuferin Tamara Haggerty gegen den Tabellenvorletzten aus der Badestadt mal einen schlechten Tag erwischt. (jh)

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