1. Handball-Bundesliga: Vipers gastieren im ersten Spiel nach der WM-Pause beim VfL

Bad Wildungen hofft auf Coup in Oldenburg

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Das Tor im Blick: So frei wie hier beim 25:20 im Pokalachtelfinale gegen Frisch Auf Göppingen und Alexandra Sviridenko (links) sowie Anja Brugger (rechts) hofft die Bad Wildunger Kreisläuferin und Abwehrchefin Tamara Haggerty auch morgen in Oldenburg zum Wurf zu kommen.

Bad Wildungen. Vier Auswärtsniederlagen in den bisherigen vier Erstligaspielen kassierten die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen beim VfL Oldenburg. Im fünften Anlauf wollen die Vipers nach ihrer fünfwöchigen Spielpause aufgrund der Weltmeisterschaft in Deutschland nun endlich punkten, wenn sie am Samstag (18 Uhr, EWE-Arena) in Niedersachsen antreten.

„Chancenlos sind wir in Oldenburg nicht“, sagt HSG-Trainerin Tessa Bremmer vor dem Liganeustart des Achten beim Tabellensechsten, den die Vipers bisher nur zu Hause 2016 einmal schlagen konnten, während sie die drei weiteren Heimspiele alle verloren. Dass der VfL trotz des Abgänge des zwölf Jahre in Oldenburg tätigen Trainers Leszek Krowicki und des Verlusts von sechs Stammspielerinnen aufgrund der finanziell angespannten Lage beim Pokalsieger von 2012 bisher so gut dasteht, hat auch Bremmer überrascht.

„Oldenburg hat sich besser geschlagen als erwartet. Die neue Mannschaft hat trotz des Trainerwechsels schnell zusammengefunden“, sagt die Niederländerin über das Team von Coach Niels Bötel.

Torschützenkönigin Geschke

Dessen herausragende Akteurin ist Nationalspielerin Angie Geschke, die mit 62 Treffern auch die Torschützenliste klar vor Iveta Luzumova (Thüringer HC/50) und der Bad Wildungerin Laura Vasilescu (45) anführt, wobei die gebürtige Lübbeckerin, die eine Ausbildung zur Polizistin absolviert, auf einen überragenden Schnitt von 10,3 Treffern kommt.

„Geschke ist Oldenburgs Dreh- und Angelpunkt. Sie spielt die entscheidenden Pässe und nimmt die entscheidenden Würfe“, sagt Bremmer über die 32-Jährige. Während sie beim VfL in der Rückraum Mitte und auf halblinks eingesetzt wird, bekleidete Geschke bei der WM die Linksaußenposition im deutschen Team, wobei sie nicht überzeugen konnte.

Bremmer: Geduldig spielen

Bremmer hofft, dass ihre 6:0-Deckung um Abwehrchefin Tamara Haggerty Geschkes Kreise einengt. Auf der Gegenseite sei es wegen des gefürchteten Tempogegenstoßspiel der Gastgeberinnen unbedingt nötig, „dass wir im Angriff sehr geduldig spielen und wenig Fehler machen, auch weil der VfL viele Spielerinnen hat, die Bälle klauen können“, so die Vipers-Verantwortliche. (jh)

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