Bundesliga-Pause wegen der Europameisterschaft endet mit Auftritt beim VfL Oldenburg

Bei Vipers ist am Tag nach Weihnachten Disziplin gefragt

Fallwurf: Nicht abtauchen wollen die Bad Wildunger Erstligahandballerinnen um Mariel Beugels (Mitte) heute in Oldenburg, die hier vergeblich versucht, Metzingens Torfrau Jesse van de Polder (rechts) zu bezwingen, nachdem sie Nationalspielerin Maren Weigel versetzt hat. Foto: malafo

Bad Wildungen. Die HSG Bad Wildungen hat lange nicht mehr gegen den VfL Oldenburg gewinnen können. Nun hofft Trainerin Tessa Bremmer, dass die Serie von sechs Niederlagen und einem Remis an diesem Donnerstag auswärts (18 Uhr, EWE-Arena) in der Handball-Bundesliga reißt.

„Wir wissen, dass wir Punkte brauchen“, sagt die Vipers-Trainerin mit Blick auf die Tabelle, welche die Südwaldeckerinnen mit nur 4:12-Zählern in bedrohlicher Lage zeigt. Obwohl Oldenburg nur zwei Punkte mehr hat, weiß Bremmer, dass der Wiederbeginn nach der Pause aufgrund der Europameisterschaft beim amtierenden Pokalsieger „eine extrem schwere Aufgabe wird“.

Personalsorgen werden nicht weniger

Dies liegt auch daran, dass die Gäste von Personalproblemen geplagt sind und neben den Langzeitverletzten Annika Busch (Knorpelschaden), Lisa-Marie Preis (Knieoperation), die in dieser Saison laut Bremmer nicht mehr zum Einsatz kommen werden, was auch bei Marieke Blase (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) fraglich ist, noch auf Spielmacherin Maxime Struijs (Aufbautraining nach Schulter-OP) verzichten müssen. Zudem plagten die Halbrechte Anouk Nieuwenweg zuletzt Schulterprobleme.

Um bei den favorisierten Oldenburgerinnen, eine Chance zu haben, müssen sich die Vipers nach der peinlichen 24:33-Pleite im Test gegen Liga-Schlusslicht SV Union Halle-Neustadt nach einem 0:9-Rückstand deutlich steigern. „Allen bei uns ist bewusst, was in Oldenburg auf uns zukommen wird“, sagt Bremmer und verweist besonders auf das schnelle Spiel des VfL.

Bachmann-Morf als Joker

„Oldenburg bestraft jeden Fehler und macht viele Tore über Tempogegenstöße, sodass bei uns im Angriff extrem viel Disziplin und eine schnelle Rückwärtsbewegung gefragt ist.“ Die erfahrene Laura Vasilescu, für die Youngster Mariel Beugels als Alternative bereit steht, soll das Vipers-Spiel lenken, während Bremmer im linken Rückraum auf Treffer der routinierten Sabine Heusdens hofft.

Auf den beiden Halbpositionen soll Romy Bachmann-Morf für Entlastung sorgen. „Sie könnte unser Joker sein“, sagt Bremmer über die Schweizerin, die auch in der Abwehr Nieuwenweg Verschnaufpausen verschaffen könnte.

In der Deckung setzt die Trainerin wieder auf die junge Abwehrchefin Maxi Mühlner und am Kreis auf die gegen Halle angeschlagene Annika Ingenpaß, sodass sie dadurch einen Abwehr-/Angriffswechsel in Kauf nehmen muss.

„Geschke ist entscheidend“

„Oldenburg befindet sich auch im Umbruch, hat aber im Rückraum extrem viele Möglichkeiten“, sagt Bremmer über den VfL, bei dem sie Nationalspielerin Angie Gescke als „entscheidende Akteurin“ ansieht. „Wir sind aber nicht chancenlos“, sagt Bremmer und hofft auf eine Revanche für die zwei Pokalpleiten gegen den VfL, zuletzt in der 2. Runde mit 28:29 am 14. Oktober.

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