Frauenhandball-Bundesligist Bad Wildungen beim Rangvierten

Ohne Druck zum Coup? Vipers in Dortmund

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Das Bein hoch: Die Bad Wildunger Torfrau Manuela Brütsch beim vergeblichen Versuch den Siebenmeter der Neckars-u lmerin Nele Reimer abzuwehren. 

Bad Wildungen – Es gibt leichtere Aufgaben als ein Bundesliga-Auswärtsspiel in Dortmund. Auch im Handball. Wildungens Vipers gehen es aber locker an.

„In Dortmund wird es sehr schwer werden für uns zu punkten, obwohl wir gegen die Borussia meist recht gute Spiele gemacht haben“, sagt Tessa Bremmer vor dem Spiel an diesem Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Herdecke-Bleichstein) beim Tabellenvierten BVB. 

Aber Bremmer weiß: "Wenn wir an die Leistung wie beim 18:23 gegen Bietigheim anknüpfen und vielleicht noch auf Romy Bachmann-Morf zurückgreifen können, sieht es gar nicht so schlecht für uns aus“, fügt die Bad Wildunger Handballtrainerin zugleich an. 

Der Einsatz der Schweizer Nationalspielerin, die zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade ausfiel, wird sich erst kurzfristig entscheiden. In Anbetracht der folgenden eminent wichtigen Partie am übernächsten Samstag (19 Uhr) gegen Erstligaschlusslicht SV Union Halle-Neustadt, „das ist das absolute Spiel für uns“, so Bremmer. 

Vipers wollen kein Risiko eingehen

Vor dem Hintergrund des um die fünf Langzeitverletzten Lisa-Marie Preis, Marieke Blase (beide Aufbautraining), Annika Busch, Laura Vasilescu (beide Knorpelschaden) sowie Maxime Struijs (Riss der Bizepssehne) dezimierten Kaders können es sich die Südwaldeckerinen nicht leisten, ein Risiko einzugehen. Dieses Quintett wird in dieser Saison nicht mehr spielen.

Falls die nach der Runde zu Ligakonkurrent Frisch Auf Göppingen wechselnde Halblinke spielt, könnte sie zur Entlastung der drei übrig gebliebenen gelernten Rückraumkräfte Marie Beugels, Sabine Heusdens und Anouk Nieuwenweg beitragen. In diesem Falle würde die 29-Jährige beim Zehnten wohl sogar von Beginn an auflaufen, sagt Bremmer doch, „dass es bei Muskelverletzungen wichtig ist, nicht kalt von der Bank zu kommen“.

Falls Bachmann-Morf passen muss, hat Bremmer mit Linksaußen Sina Ritter und Kreisläuferin sowie Abwehrchefin Maxi Mühlner noch zwei Optionen auf der Spielmacherinnenposition.

Zwei ehemalige Vipers in Dortmund

Wegen ihrer Europapokal-ambitionen steht die Borussia gegen die Vipers unter Zugzwang. "Nach der 18:33-Klatsche in Metzingen wird Dortmund extrem heiß auf uns sein“, sagt Bremmer über den BVB. Der beklagt mit Nadja Mansson, Linda Mack, Mira Emberovics, Saskia Weisheitel und Virag Vaszari ebenfalls fünf Langzeitverletzte.

Neben Nationalspielerin Alina Grijseels und der niederländischen Allrounderin Harma van Kreij im Rückraum sowie den Kreisläuferinnen Anne Müller und Hildigunnur Einarsdottir hat Bremmer vor allem Respekt vor Clara Woltering. „Sie ist immer noch die beste Torhüterin der Liga“, sagt sie über die 36-jährige Ex-Nationaltorhüterin, die nach der Saison ihre große Karriere beenden wird.  

Dortmunds Trainer Gino Smits ist mit Platz vier, der wohl für den Europapokal reichen wird, nicht unzufrieden. Auch nächste Saison kann der BVB-Coach auf zwei ehemalige Vipern bauen:  Rinka Duijndam und Johanna Stockschläder.

Die niederländische Nationaltorfrau hat noch einen Kontrakt, die Linksaußen steht vor einer Vertragsverlängerung. „Rinka ist gut drauf und hat zuletzt genauso viel wie Clara Woltering gespielt und viel positive Energie von der EM in Frankreich mitgebracht“, sagt Smits, während Stockschläder nach dem Kreuzbandriss von Virag Vaszari auf Linksaußen gesetzt ist.

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