Nach dem Sieg im Kellerduell

Bad Wildungen will Schwung nach Bensheim mitnehmen

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Hart attackiert: Die Bad Wildunger Spielmacherin Maxime Struijs (links) wird beim 28:33 im Hinspiel von Sarah Dekker (Bensheim/Auerbach) attackiert. 

Eine „große Erleichterung“, so Trainerin Tessa Bremmer, war in dieser Woche bei der HSG Bad Wildungen zu spüren. Erleichterung über den wichtigen 29:20-Sieg gegen die Kurpfalz Bären.

Bad Wildungen – Die Vipers hatten schon zuvor trotz der Niederlagen gegen Meister SG BBM Bietigheim (25:30) und den Fünften, die HSG Blomberg-Lippe (27:29), eine Leistungssteigerung zu verzeichnen. Bremmer ist deshalb zuversichtlich, dass ihre Mannschaft den Schwung mitnehmen und an diesem Samstag (17.30 Uhr) bei der achtplatzierten HSG Bensheim/Auerbach punkten kann.

„Das ist nicht unmöglich“, sagt die Niederländerin und beziffert die Bad Wildunger Chancen auf „40:60“. Wichtig wird es für die Vipers sein, dass sie Ligatorschützenkönigin Julia Maidhof in den Griff bekommen, die beim 33:28-Hinspielsieg der Flames im Oktober nicht nur wegen ihrer zehn Treffer den Unterschied ausgemacht hatte. 

Da Silva Pereira und Heusdens besonders gefordert

So sieht Bremmer auf ihre halblinke Deckungsspielerin in der 6:0-Abwehr, was aller Voraussicht nach die zweikampfstarke Portugiesin Maria Ines Da Silva Pereira sein wird, viel Arbeit zukommen.

„Aber auch Sabine Heusdens wird gefragt sein, da Maidhof viel zur Mitte zieht“, sagt Bremmer in Richtung ihrer linken Innenblockspielerin, sodass es öfters auch auf der Gegenseite zum direkten Duell zwischen der holländische Halblinken und der Bensheimer Linkshänderin kommen wird. 

Entlastung durch Rajnohova?

Maidhof hat bisher 138 Tore erzielt, während Heusdens mit 102 Treffern in der Ligatorschützenliste auf Rang drei liegt. „Maidhof macht immer vier Tore“, sagt Bremmer über die nach der Saison nach Bietigheim wechselnde 21-jährige Nationalspielerin und hofft, dass die Abwehr der Vipers wie zuletzt „wieder sehr gut“ steht.

Die zuletzt starke Heusdens, deren Wurfkraft gegen die defensive 6:0-Deckung der Bensheimerinnen im Hessenderby gefragt sein dürfte, wird sicherlich etwas Entlastung brauchen. Diese könnte ihr auch Erika Rajnohova geben. Deren Entwicklung lobt Bremmer, sodass sie die 21-jährige Slowakin auch zusammen mit der niederländischen Ersatzspielmacherin Maxime Struijs als erste Rückraumalternative nennt.

Hält Spielvogel durch?

Nach taktischen Gesichtspunkten will sie entscheiden, ob Miranda Schmidt-Robben, wie nach ihrer Rückkehr gegen Ketsch erstmals praktiziert, auf der Linksaußenposition spielt, oder wie zuvor auf rechts beginnt und Anna-Maria Spielvogel die linke Seite beackert. 

Bremmer hofft, dass Kreisläuferin Annika Ingenpaß trotz ihrer großen Patellasehnenprobleme in beiden Knien möglichst lange durchhält - die Blondine ist vor allem im Angriff ein wichtiger Faktor für die Vipers. 

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