HSG Bad Wildungen reist nach Coups mit Euphorie zum Meister SG BBM Bietigheim

Vipers gastieren beim Zweiten

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Augen auf den Ball: Die Bad Wildunger Torhüterin Rinka Duijndam (rechts), hier beim Siebenmeterduell mit Linkshänderin Friederike Gubernatis vom Buxtehuder SV, dürfte in Bietigheim viel zu tun bekommen. 

Bad Wildungen. Große Euphorie und eine gelöste Stimmung hat Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer bei ihrer Mannschaft nach den Coups über Tabellenführer Thüringen (30:27) und im Pokalviertelfinale in Leverkusen (21:19) ausgemacht. Aber auch auch eine große mentale und körperliche Müdigkeit.

„Das Leverkusen-Spiel, das ein Highlight für uns war, hatten die Mädels natürlich schon lange vorher im Kopf, was kräftezehrend war. Wir müssen jetzt versuchen, die Konzentration wieder hoch zu fahren und unsere mentale Stärke wiederzufinden. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie in Bietigheim noch einmal alles geben muss“, sagt Bremmer vor dem Auftritt (Sa., 19 Uhr, Sporthalle am Viadukt) beim Meister, nach dem sie ihrem Team auch aufgrund des dann folgenden spielfreien Wochenendes ein paar Tage Pause geben wird.

„Sind klarer Außenseiter“

„Wir fahren als klarer Außenseiter dorthin“, sagt Bremmer vor dem Spiel beim Meister und Tabellenzweiten, der mit dem überraschenden 31:26 (13:11)-Pokalsieg beim Thüringer HC am Sonntag den Vipers ins Final Four-Turnier folgte. Der Erfolg der SG BBM kam deshalb unerwartet, weil der Ligakrösus beim THC ohne die in der Weltmeisterschaftspause wegen interner Querelen suspendierten Rückraumspielerinnen Nina und Susann Müller sowie Kapitänin Kim Naidzinavicius hatte antreten müssen, die sich beim deutschen WM-Auftakt gegen Kamerun (28:15) einen Kreuzbandriss zuzogen hatte. 

Im Gegensatz zum Leverkusen-Spiel kann Bremmer wieder auf die genesene Ersatzkreisläuferin Isa-Sophia Rösike zurückgreifen und will im Tor kurzfristig entscheiden, ob sie Manuela Brütsch oder Rinka Duijndam beginnen lässt. Ein Einsatz der dort überragenden Linkshänderin Lisa-Marie Preis ist für Bremmer zwar „eine Überlegung“ wert, aber dennoch scheint sie dazu zu tendieren, wieder Anouk Nieuenweg beginnen zu lassen. (jh)

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