Vipers mit zu vielen Fehlern bei Aufsteiger Buchholz-Rosengarten

HSG Bad Wildungen quittiert enttäuschende 20:24-Niederlage

Vipers-Torhüterin Manuela Brütsch
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Ihre Paraden reichten nicht: An Manuela Brütsch lag es nicht, dass die Vipers in Buchholz leer ausgingen.

Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen haben eine große Chance auf den ersten Auswärtssieg der Erstliga-Saison verpasst. Nachdem sie bis Mitte der zweiten Halbzeit geführt hatten, unterlagen die Vipers nach schwacher Schlussphase noch deutlich mit 20:24 (12:10) bei Aufsteiger HL Buchholz 08-Rosengarten.

Buchholz - „Wir haben viel zu viele technische Fehler gemacht. Dafür müssen wir uns schämen“, sagte Trainerin Tessa Bremmer in einer ersten Stellungnahme. Die Folgen waren immer wieder längere Phasen, in denen ihrem Team keine Tore gelangen. Druck als Ursache wollte Bremmer ( „Das sind die Spiele, die man gewissen muss") nicht gelten lassen. Das sei erste Bundesliga, da stehe man immer unter Druck.

Zu Beginn schienen die Wildungerinnen, mit Munia Smits und Maxi Mühlner in der Startformation, die Erwartungen anzunehmen. Sie begannen vor den 200 Zuschauern in der Nordheidehalle mit hohem Tempo, was freilich oftmals auf Kosten der Passgenauigkeit ging. Gleich beim ersten Angriff leistete sich Smits einen Fehlpass, den Gegenangriff schloss Julia Herbst zum 1:0 ab. Maxi Mühlner und Smits mit verwandeltem Siebenmeter drehten die Partie aber rasch.

Die Hektik blieb im Spiel der Vipers, während die Luchse eher den ruhigen Spielaufbau suchten. Die Wildunger 6:0-Deckung stand gut. Überzeugend die beiden Torhüterinnen, Manuela Brütsch bei den Gästen und Mareike Vogel bei den Gastgeberinnen. Sie sorgten mit ihren Paraden dafür, dass nach dem 2:2 rund vier Minuten lang kein Treffer fiel. Fehlende Konzentration beider Teams beim Abschluss bewirkte ihr Übriges.

Trainerin Bremmer nahm nach neun Minuten die erste Auszeit, danach agierte ihr Team in der offenen Begegnung weniger hektisch. Beim 6:5 durch Sarah Lamp (13.) ging Buchholz das letzte Mal vor der Pause in Führung. Maxime Struijs und Smits (18.) sorgten erstmals für einen Zwei-Tore-Vorsprung für ihr Team (9:7), doch dann herrschte mehr als acht Minuten lang Torflaute bei den Vipers - sie gipfelte in drei Fehlversuchen von der rechten Seite von Vanessa Plümer und einem verworfenen Siebenmeter.

Bremmer reagierte, schickte Anna Spielvogel auf die rechte und Alina Otto auf die linke Seite. Den Bann brach schließlich Sabine Heusdens, mit ihrem wuchtigen Treffer stellte sie trotz Unterzahl (Mühlner hatte eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten) auf 10:9 für de Vipers, die zur Pause auf 12:10 erhöhten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Luchse besser zurück. Drei Angriffe, drei Erfolge brachten ihnen innerhalb von drei Minuten eine 13:12-Führung. Jana Scheibs 13:13 leitete wieder eine starke Phase der Gäste ein, die nach dem 17:15 durch Maxime Struijs per Siebenmeter (39.) auf Kurs zu sein schienen. Doch danach klappte so gut wie gar nichts mehr gegen die nun sichere 5:1-Deckung des Gegners. Symptomatisch die Pfostentreffer von Otto (40.) und Heusdens (45.) - erst in der 51. Minute gelang Struijs, wieder mit Siebenmeter, der nächste Treffer (18:18).

Scheib gelang noch einmal der Gleichstand (52.), danach zogen die Gastgeberinnen binnen vier Minuten auf 23:19 davon. Die Umstellung auf eine 4:2-Deckung wirkte am Ende nur verzweifelt, die Vipers konnten die Wende nicht erzwingen, obwohl Brütsch im Tor ihr Bestes gab. Erfolgreichere Paraden gelangen aber nun ihrer Kollegin Vogel, was auch an den Würfen der Gäste lag.

Für die HSG war Maxime Struijs mit ihren fünf Toren die beste Werferin. Bei den Siegern traf Marlen Kadenbach (6) am besten. (mn)

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