Verjüngte HSG Bad Wildungen

Samstag Startschuss für neue Saison: Bundesliga-Platz neun ist erneut das Ziel der Vipers

Mannschaftsfoto einer Handballmannschaft: die Frauen der HSG Bad Wildungen Vipers.
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Die HSG Bad Wildungen. Hinten von links: Trainerin Tessa Bremmer, Physiotherapeutin Maja Hucke, Kira Schnack, Leonie Patorra, Manuela Brütsch, Lea Schüpbach, Annika Ingenpaß, Anika Hampel, Torwarttrainer Stephan Nocke, Athletiktrainer Philip Eichhorn; vorne von links: Julie Hafner, Larissa Platen, Verena Oßwald, Anna-Maria Spielvogel, Jolina Huhnstock, Jana Scheib, Munia Smits, Marieke Blase, Maxime Struijs, Vanessa Plümer.

Mit der Zielsetzung „einstelliger Tabellenplatz“, so Tessa Bremmer, gehen die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen in ihre zehnte Erstligasaison.

Die Trainerin weiß, dass sie damit eine sehr ambitionierte Vorgabe ausgegeben hat. Denn den angestrebten „neunten Platz“ konnten die Vipers bisher nur in der Runde 2011/2012, ihrer ersten Spielzeit nach dem ersten Aufstieg ins Oberhaus, erreichen. Mit Rang neun hätte der Elfte der vergangenen Saison das Maximale aus seinen bei einem Etat von rund 300 000 Euro sehr begrenzten finanziellen Möglichkeiten herausgeholt.

„Ich wollte bewusst ein hohes Ziel setzen, aber ich halte auch nichts davon, alles darauf zu fokussieren“, sagt Bremmer. Deshalb hat sie vor allem die Weiterentwicklung ihres verjüngten Teams im Blick, nachdem die Nordhessinnen in der Vergangenheit schon dreimal den anvisierten einstelligen Tabellenplatz verpasst hatten.

Vipers-Trainerin Bremmer kann auf Stammformation bauen

Damit, dass sie dennoch Platz neun als Ziel ausgibt, beweist die eloquente Niederländerin Mut. Nach einer zunächst holprigen Vorbereitung mit Niederlagen gegen die Erstligakonkurrenten Buxtehude, Leverkusen, Dortmund, Bensheim und Neckarsulm sorgten vor allem zwei Erfolge über Oldenburg und ein Sieg über Buxtehude sowie ein verbessertes Abwehrverhalten ihrer Mannschaft für Optimismus bei der 38-Jährigen.

Die frühere Klassekreisläuferin kann in Torfrau Manuela Brütsch, den Rückraumkräften Maxime Struijs, Munia Smits und Jana Scheib, den Außen Anna-Maria Spielvogel und Kira Schnack sowie Nationalkreisläuferin Annika Ingenpaß auf ihre Stammformation aus der Vorsaison zurückgreifen, sodass sich die fünf jungen Neuzugänge in Ruhe entwickeln können.

HSG Bad Wildungen: Fünf Neuzugänge verjüngen das Team

Neben der langjährigen Kapitänin Brütsch (37 Jahre), der die zweite Torfrau Lea Schüpbach mehr Konkurrenz machen soll, sollen auch Spielmacherin Struijs und Rückraumkraft Marieke Blase (beide 27), „das sind unsere ältesten und erfahrensten Spielerinnen“, so Bremmer, die Mannschaft führen.

Während die hochtalentierten Leonie Patorra (21, Bietigheim) und Anika Hampel (17, Mainz Optionen zur angriffsstarken Regisseurin Struijs sind, ist die Ex-Ketscher Rückraumkraft Verena Oßwald (22, Aalborg) vor allem als Alternative im Abwehrinnenblock eingeplant. Dies gilt auch für die zweite Kreisläuferin Jolina Huhnstock (20, Thüringer HC). Zudem soll Julie Hafner (Dortmund U19) Linksaußen Spielvogel entlasten.

„Wir sind breiter besetzt und vor allem variabler. Wir sind von allen Positionen gefährlich“, sagt Bremmer, die auf acht Rückraumkräfte und sechs Innenblockspielerinnen zurückgreifen kann. In der Defensive hat Bremmer neben der 6:0- und der 4:2-Formation mit der 5:1-Deckung ein weiteres Abwehrsystem einstudiert.

Daumen hoch: Vipers-Physiotherapeut Thomas Schmidt (links) und Co-Trainer Trainer Sebastian Wrzosek hoffen auch in der kommenden Spielzeit der HSG Bad Wildungen oft Grund zur Freude zu haben.

Im Angriff gibt es aber für Linkshänderin und Leistungsträgerin Scheib im rechten Rückraum keine adäquate Alternative. Auf halblinks hat die wurfstarke Smits, die auch von Allrounderin Larissa Platen entlastet werden soll, in der Vorbereitung noch einmal „einen Riesenschritt“ gemacht“, so Bremmer. Zudem hat sich mit Schnack eine weitere Ex-Blombergerin gesteigert und ist vor Vanessa Plümer die Nummer eins auf der Rechtsaußenposition der HSG.

Weil ihr neuformiertes Team in einer kurzen Zeit eine sehr gute Entwicklung genommen habe, hofft Bremmer, auch darauf, dass sich der Umzug nach Bergheim nicht negativ auswirken wird. Wegen der Sanierung der heimischen Ense-Halle werden die Vipers die komplette nächste Saison in der Sporthalle Edertal, die normalerweise nur 540 Zuschauer fasst, spielen müssen. (jh)

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