Nun am nächsten Samstag gegen Buchholz

Bad Wildunger ärgern sich über Spielabsage

Bad Wildunger Handballerinnen Marieke Blase (2. von li.) und Maxi Mühlner (2. von rechts), die von den Thüringerinnen Beate Scheffknecht (l.) und Marketa Jerabkova attackiert werden.
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Nach der Verlegung des Spiels gegen Buchholz erst am Mittwoch im Pokal in Bietigheim wieder im Einsatz: Die Bad Wildungerinnen Marieke Blase (Zweite von links) und Maxi Mühlner (Zweite von rechts), die hier von den Thüringerinnen Beate Scheffknecht (links) und Marketa Jerabkova attackiert werden.

Die Bad Wildunger Erstliga-Handballerinnen haben vergeblich gehofft, ihr Heimspiel gegen die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten statt Samstag am Sonntag auszutragen. Sie hatten alles dafür getan.

Bad Wildungen - Die am Samstag um 19 Uhr in der Sporthalle der Gesamtschule Edertal in Bergheim geplante Begegnung war zwar am Freitag wegen eines Corona-Verdachtfalls bei den Gästen von Spielleiter Uwe Stemberg abgesagt worden. Doch wie der Verantwortliche der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) hatten auch die Vipers noch die Hoffnung, dass die Partie bei einem negativen Testergebnis der betroffenen Luchse-Physiotherapeutin noch kurzfristig am Sonntagnachmittag stattfinden könnte.

Doch bis Samstagabend hatte sich aus Buchholz niemand mehr beim Vipers-Verantwortlichen Simon Hallenberger gemeldet. Der Kommunikationsbeauftragte der HSG erfuhr eigenen Worten nach erst am Sonntag um 10.30 Uhr von Stemberg, dass der am Freitag durchgeführte Coronatest der Physiotherapeutin der Gäste negativ ausgefallen war - zu spät, um die Partie am gleichen Tag über die Bühne zu bringen.

Erst kurze Zeit vorher habe die Betreuerin, die sich nach Coronasymptomen am Freitag bei ihrem Hausarzt hatte testen lassen, „per App von einem Labor aus Hamburg“, so Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau, ihr negatives Testergebnis erhalten. Alle am Mittwoch durchgeführten PCR-Tests, welche die Liga vorschreibt, waren indes bei den Buchholzerinnen negativ. Seit Freitagvormittag hatte sich das Gästeteam auf Empfehlung des Gesundheitsamts Harburg in freiwilliger Quarantäne befunden, so Dubau. Der Manager hatte, so Luchse-Coach Dubravko Prelcec, „am Freitagvormittag“ das Training nach dem Verdachtsfall abgesagt.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Vipers noch damit beschäftigt, die Auflagen der der HBF bezüglich beispielsweise des Livestreams und der Coronahygienemaßnahmen in Bergheim zu erfüllen. Der Umzug dorthin war nötig geworden, weil auf dem Dach der Bad Wildunger Ense-Halle, der normalen Heimspielstätte der HSG, viel Schnee liegt, der nicht rechtzeitig weggeräumt werden konnte und die Halle deshalb vom Landkreis Waldeck-Frankenberg seit Montag aus Sicherheitsgründen gesperrt ist.

Inzwischen hat Stemberg die sehr wichtige Partie zwischen dem Elften und dem Dreizehnten für den nächsten Samstag (19 Uhr), an dem beide Teams bis dahin spielfrei waren, in Bergheim neu angesetzt. Dabei geht Hallenberger aber davon aus, dass dann der Schnee auf dem Dach der Ense-Halle weg ist und so in Bad Wildungen gespielt werden kann.

„Drei Tage um die Partie gekämpft“

„Die Absage an diesem Wochenende war doppelt schade“, sagt er auch im Hinblick auf den großen Aufwand, den die HSG wegen des Umzugs nach Bergheim betrieben hatte. „Simon hat drei Tage gekämpft, dass wir dort spielen können. Wir haben viel Zeit und Geld investiert und dann war alles umsonst“, ärgerte sich Tessa Bremmer.

Zwar konnte die Vipers-Trainerin die Absage für den Termin Samstag „absolut nachvollziehen“. Doch sie hätte sich gewünscht, dass die Luchse dafür gesorgt hätten, das ausstehende Testergebnis noch am Samstag zu erhalten und die Partie bei einem Negativbefund wie dem jetzigen am Sonntag hätte stattfinden können. „Mir stellen sich viele Fragen zum Ablauf in Rosengarten. Das Ganze wäre bei uns anders gelaufen“, sagte Bremmer.

Wie Hallenberger wünscht sie sich auch verbindlichere Regelungen der Liga. „Ich kann bei einem Corona-Verdacht nichts anderes machen als das Spiel abzusetzen. Wenn ich es dennoch ansetze und fünf Spielerinnen stecken sich später an, dann kann ich mir einen Strick nehmen“, sagte Stemberg. „Nach der Absage hat Rosengarten dann selbst den 20. Februar als Nachholtermin vorgeschlagen, sodass ich davon ausgehe, dass sie nicht getrickst haben“, fügte der Spielleiter an. (Jürgen Heide)

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