Trainerin: Vor allem eine Standortbestimmung 

Vipers beim Domstadt-Cup:  Resultate für Bremmer Nebensache

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Bedingt abwehrbereit: Annika Ingenpaß (2. von rechts) muss in Fritzlar eventuell passen. Das Foto zeigt sie mit den Kirchhoferinnen Jana Schaffrick, Diana Sabljak sowie den Vipers-Kolleginnen Sabine Heusdens und Anne Bocka. 

Kurze Anreise, vier Tests: Die HSG Bad Wildungen Vipers spielen am Wochenende beim 8. Domstadt-Cup in Fritzlar vor.

In der Sporthalle der König-Heinrich-Schule präsentierten sich die Handballerinnen am Samstag und Sonntag als einer von vier Erstligisten. Drei Zweitligisten und Drittligist SV Germania Fritzlar komplettieren das Feld.

Der Modus

Gastgeber Fritzlar und Nachbar HSG Bad Wildungen eröffnen den Cup am Samstag um 11.30 Uhr und bekommen es in der Gruppe A noch mit dem hessischen Erstligisten HSG Bensheim/Auerbach sowie Zweitligist TV Beyeröhde zu tun. In der Gruppe B messen sich die Erstligisten Blomberg-Lippe und Mainz sowie die Zweitligisten TuS Lintfort und HC Rödertal. Ein Spiel dauert zweimal 20 Minuten. Am Sonntag ab 14.30 Uhr folgen die Platzierungsspiele.

Die Favoriten

Titelverteidiger BVB Dortmund, der im Vorjahr nach dem 20:18 im Finale gegen Bad Wildungen zum dritten Mal in Serie triumphierte, ist nicht am Start. Auch deshalb sind die Vipers ein Kandidat für den Wanderpokal. Beim ersten Test gegen Zweitligist Kirchhof (34:17) zeigte das neuformierte Team von Tessa Bremmer bereits eine geschlossene Leistung.

Vom Endspiel oder vom Turniersieg redet die Trainerin nicht. „Für mich ist das in dieser Phase eine absolute Standortbestimmung. Deshalb werde ich nicht unbedingt auf die Ergebnisse gucken, sondern auf die Fortschritte, die wir selber machen“, sagt Bremmer.

Die Übungsleiterin verweist darauf, dass das aktuelle Starterfeld teilweise stärker sei als in der Vergangenheit und nennt die HSG Bensheim/Auerbach. Die Südhessen sind Gruppen-Gegner der Vipers am Sonntagmittag. Sie landeten in der vergangenen Erstliga-Saison als Neunter zwei Plätze vor den Vipers. 

Bereits gut eingespielt kommt der letztjährige Erstliga-Sechste Blomberg-Lippe daher. Die HSG hat sich mit Jennifer Murer (LC Brühl St. Gallen, Isabelle Jongenelen (VfL Oldenburg), und Merle Heidergott (SV Werder Bremen) verstärkt und baut weiter eigene Top-Talente wie Juniorennationalspielerin Ndidi Agwunedu ein.

Der Vipers

Von einem Härtetest oder Erfolgsdruck will Tessa Bremmer auch deshalb nichts wissen, weil sie erst mal die – sechs – Neuzugänge integrieren muss und zuletzt länger verletzte Spielerinnen Praxis gewinnen sollen. „Es ist eine gute Möglichkeit uns einzuspielen“, sagt sie.

So hofft Bremmer auf einen zumindest kurzen Einsatz von Maxime Struijs auf der Spielmacherposition. „Es sieht gut aus, sie hat schon längere Zeit mit der Mannschaft trainiert.“ Dagegen ist offen, ob Annika Ingenpaß zum Zuge kommt. Die Kreisläuferin setzte in dieser Woche wegen einer Entzündung der Patellasehne mit dem Training aus, wie Bremmer berichtete. Sie vermutet als Ursache eine gewisse Überbelastung.

Der Spielplan

Samstag, 11.30 Uhr: HSG Bad Wildungen Vipers - SV Germania Fritzlar, 12.30 Uhr: HSG Blomberg-Lippe - 1. FSV Mainz 05, 13.30 Uhr: HSG Bensheim/Auerbach - TV Beyeröhde, 14.30 Uhr: TuS Lintfort - HC Rödertal, 15.30 Uhr: Beyeröhde - Bad Wildungen, 16.30 Uhr: Rödertal - Blomberg-Lippe, 17.30 Uhr: Fritzlar - Bensheim/Auerbach, 18.30 Uhr: Mainz - Lintfort.

Sonntag, 10.30 Uhr: Fritzlar - Beyeröhde, 11.30 Uhr: Blomberg-Lippe - Lintfort, 12.30 Uhr: Bensheim/Auerbach - Bad Wildungen, 13.30 Uhr Mainz - Rödertal. 14.30 Uhr: Spiel um Platz 7, 15.30 Uhr: Spiel um Platz 5, 16.30 Uhr: Spiel um Platz 3, 17.30 Uhr: Finale. (sbs/mn)

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