Handball: Bad Wildungen Vipers am Samstag gegen verlustpunktfreie SG Bietigheim

Bremmers Ziel: Gegen Ligaprimus achtbar schlagen

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Erwartet viel Arbeit gegen Bietigheim: Bad Wildungens Torfrau Anne Bocka (rechts), die hier in einem Test gegen Blomberg-Lippe einen Siebenmeter von Angela Steenbakkers abzuwehren versucht. 

Bad Wildungen – Als haushoher Favorit kommt die SG BBM Bietigheim an diesem Samstag zum Handball-Bundesligaspiel der Frauen nach Südwaldeck zu den Vipers.

„Ich bin froh, dass wir jetzt mit Bietigheim ein Spiel haben, bei dem wir nicht unter Druck stehen“, sagt Tessa Bremmer vor der morgigen Partie (19 Uhr, Ense-Halle) gegen den verlustpunktlosen Spitzenreiter.

„Wir brauchen uns keine Hoffnung auf einen Sieg machen“, fügt die Trainerin der HSG Bad Wildungen auch in Anbetracht der Personalprobleme des Zehnten vor dem Duell mit dem Starensemble des dänischen Coachs Martin Albertsen an. „Wir wollen ein gutes Spiel machen und nicht unter die Räder kommen, weil unser gutes Torverhältnis noch wichtig werden kann“, so Bremmer.

Auch gegen den Spitzenreiter muss die Niederländerin noch auf die Schweizer Halblinke Romy Bachmann-Morf (Muskelfaserriss in der Wade) verzichten, sodass sie nach den Ausfällen von Lisa-Marie Preis, Marieke Blase (beide Aufbautraining), Annika Busch, Laura Vasilescu (beide Knorpelschaden) sowie Maxime Struijs (Riss der Bizepssehne) erneut nur auf ihren zehnköpfigen Mini-Kader zurückgreifen kann.

„Mit dem kleinen Aufgebot sind die beiden letzten Spiele besser gelaufen als gedacht“, sagt Bremmer in Anspielung auf den 26:23-Coup über die HSG Blomberg-Lippe und die unglückliche 27:28-Niederlage bei der Neckarsulmer Sport-Union in letzter Sekunde. „Die war sehr bitter. Wir haben uns am Ende nicht schlau angestellt“, sagt Bremmer, die mit der Leistung ihres Teams insgesamt aber zufrieden war.

Obwohl die gelernte Linksaußen Sina Ritter dort auf der Spielmacher-Position überzeugte, will Bremmer gegen Bietigheim aber wieder, wie in Neckarsulm, mit der kleinen Niederländerin Mariel Beugels auf der Rückraum Mitte beginnen. Dass sie in Neckarsulm Ritter früh in die Mitte stellte, lag daran, dass die NSU gegen die Halbspielerinnen Sabine Heusdens und Anouk Nieuwenweg sehr offensiv agierte und Ritter so ihre Stärken in Eins-zu-eins-Situationen ausspielen konnte.

Wiedersehen mit Dinah Eckerle

„Wir können gegen Bietigheim locker spielen und das ein oder andere ausprobieren“, sagt Bremmer. Sie freut sich auf das Wiedersehen mit Dinah Eckerle, die in der Zweitligasaison 2013/2014 mit Doppelspielrecht das Vipers-Tor hütete „Sie ist nicht nur eine Super-Torhüterin, sondern auch menschlich überragend. Viele von uns haben mit ihr noch Kontakt“, sagt Bremmer über die langjährige Keeperin des Thüringer HC. Den Tabellenzweiten sieht sie in dieser Saison „wegen den vielen Verletzungsproblemen des THC“ nur als Außenseiter auf den Titel an, „sodass ich denke, dass Bietigheim Meister wird“, was die SG schon in der Runde 2016/2017 erstmals war.

Mit Maura Visser, Laura van der Heijden, Charris Rozemalen und Angela Malestein stehen vier Spielerinnen im SG-Kader, die bei der Europameisterschaft 2018 in Frankreich mit den Niederlanden Dritte wurden, während neben Eckerle auch Luisa Schulze und Kim Braun zum aktuellen deutschen Nationalteam zählen. „Bietigheim ist auf allen Positionen doppelt gut besetzt“, sagt Bremmer, wobei die Gäste mit Ex-Nationalmannschafs-Kapitänin Anna Loerper und der Polin Karolina Kudlacz-Gloc noch zwei weitere herausragende Kräfte haben.

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