Handball: Bad Wildungen Vipers am Samstag zu gast in Neckarsulm

Klassenerhalt: Bremmer-Team will für Vorentscheidung  sorgen

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Das Tor im Blick: Auf freie Bahn wie gegen Dortmund hofft Bad Wildungens Außen Anna-Maria Spielvogel (Mitte), die hier Asuka Fujita (links) versetzt hat und das Gehäuse von Clara Woltering anpeilt, auch in Neckarsulm. 

Bad Wildungen – Nach dem „geilen Sieg“ beim 26:23 über die HSG Blomberg-Lippe hofft Tessa Bremmer auf eine ähnliche Galavorstellung ihres Mini-Kaders morgen (18 Uhr) in der Ballei-Sporthalle bei der Neckarsulmer SportUnion.

Weil sich die „kleine Hoffnung“ auf eine schnelle Genesung der Schweizer Nationalhalblinken Romy Bachmann-Morf nach deren kleinen Muskelfaserriss zerschlagen hat, kann die ehrgeizige Bad Wildunger Trainerin nach den Ausfällen der Langzeitverletzten Lisa-Marie Preis, Marieke Blase (beide Aufbautraining nach Kreuzbandoperation), Annika Busch, Laura Vasilescu (beide Knorpelschaden) sowie Maxime Struijs (Riss der Bizepssehne) erneut nur auf ihren zehnköpfigen Mini-Kader zurückgreifen.

„Das Spiel in Neckarsulm wird noch drei Klassen schwerer als die Partie gegen Blomberg, die uns vielleicht etwas unterschätzt haben“, sagt die Niederländerin. 

Ihre Einschätzung begründet sie damit, dass sich die NSU für die unglückliche 27:28-Hinspielniederlage revanchieren will und bei keinem Punkt Vorsprung auf Abstiegsrang 13 „unheimlich unter Druck steht. Zudem ist es nicht angenehm in Neckarsulm zu spielen, auch weil uns die Unterstützung wie beim Heimspiel gegen Blomberg fehlen wird.“

Bremmer mit Respekt vor Torjägerin Reimer

Bei Neckarsulm sieht Bremmer die 22-jährige Halblinke Nele Reimer mit 102 Treffern (7,3 im Schnitt) Zweite der Ligatorschützenliste als „bestimmende Spielerin“ an. Zugleich beziffert die frühere Klassekreisläuferin aber die Chancen ihres Teams beim direkten Tabellenhintermann bei „50:50“.

Mit einem Sieg könnte der Zehnte den Elften auf sechs Punkte distanzieren, womit die Vipers auf bestem Weg zum angestrebten Ligaerhalt wären. „Dann hätten wir es schon fast geschafft“, sagt Bremmer. Zugleich weiß sie aber auch, dass ihr Team bei einer Niederlage wohl noch längere Zeit um den Klassenverbleib zittern müsste.

„Um in Neckarsulm zu gewinnen, brauchen wir eine gute Leistung der gesamten Mannschaft. Wenn eine unserer Leistungsträgerinnen einen schlechten Tag erwischt, wird es sehr schwierig werden“, sagt die Trainerin.

Sie denkt dabei vor allem an ihre torgefährlichen Halbspielerinnen Sabine Heusdens und Anouk Nieuwenweg. Für das niederländische Duo hat sie keinen Ersatz zu Verfügung, weil Bremmer nach dem Ausfall der fünf Rückraumkräfte Vasilescu, Struijs, Bachmann-Morf, Preis und Blase nur noch drei Aufbauspielerinnen zur Verfügung stehen. So musste gegen Blomberg Ersatzspielmacherin Mariel Beugels im Angriff durchspielen.

Die kleine Niederländerin könnte Linksaußen Sina Ritter und Abwehrchefin Maxi Mühlner etwas entlasten, während die deckungsstarke Linksaußen Anna-Maria Spielvogel in der Abwehr eine Option für Nieuwenweg ist. 

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