HSG Blomberg-Lippe beim heimischen Erstligisten

Bad Wildungen "extrem heiß auf erste Punkte“

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Hart attackiert: Mit heftiger Gegenwehr muss die Bad Wildungerin Linksaußen Anna-Maria Spielvogel (Zweite von links), die hier von Deonise Fachinello (links) und Candice Maurin (Drome) attackiert und von Sabine Heusdens (rechts) beobachtet wird, auch gegen Blomberg rechnen. 

Bad Wildungen – „Wir sind extrem heiß die ersten Punkte zu holen“, sagt Tessa Bremmer. Die Trainerin und ihr Erstliga-Team der Bad Wildunger Vipers erwarten an diesem Samstag (19 Uhr, Ense-Halle) die HSG Blomberg-Lippe.

„Wenn es uns gelingt die kämpferische Leistung von Bietigheim zu wiederholen, sind wir sicherlich nicht chancenlos, auch wenn Blomberg ein bisschen die Favoritenrolle hat, weil sie eingespielt sind“, sagt die Wildunger Trainerin vor dem dritten Saisonspiel ihrer Handballerinnen.

Bevor sie den Blick nach vorne richteten, hatten die Südwaldeckerinnen erst einmal große Mühe die unglückliche 28:30-Niederlage bei Meister Bietigheim zu verarbeiten, bei der sie auch aufgrund einiger unglücklichen Entscheidungen der Schiedsrichter Thomas Hörath und Timo Hofmann die mögliche Sensation knapp verpassten. „Der Frust war extrem groß, weil wir uns unfair behandelt fühlten, wobei Bietigheim am Ende auch cleverer war“, sagt Bremmer.

"Für Erleichterung gesorgt"

„Ob du am Ende in Bietigheim mit zwei oder acht Toren verlierst, ist völlig egal, weil du dir auch für eine Zwei-Tore-Niederlage und das Lob dafür nichts kaufen kannst“, sagt die Niederländerin. Gleichzeitig habe das Spiel aber in der Mannschaft „für große Erleichterung gesorgt“, weil das neuformierte Team nach der 29:41-Auftaktklatsche gegen Buxtehude gesehen habe, „dass sie es können“, so Bremmer.

Dadurch, dass sie in Bietigheim die bisher so gut wie immer gesetzte,  aber gegen Buxtehude schwache Sabine Heusdens zunächst auf die Bank gesetzt hatte, „...auch weil Marieke Blase es verdient hatte anzufangen“, hatte sie einen Reiz erzeugt und ihre Landsfrau offenbar extrem motiviert. „‘Sabi´ musste von mir wachgerüttelt werden“, sagte Bremmer, was ihr wie die neun Treffer der Halblinken zeigen, bei Heusdens gut gelang.

Ansprache fruchtete

Auch das Einzelgespräch mit der ebenfalls noch in der Anfangsviertelstunde eingewechselten Spielmacherin Maria Ines Da Silva Pereira fruchtete, wie die sechs Treffer der Portugiesin belegen - „das hätte ich nicht gedacht“, so die Trainerin. 

Bremmer hofft, dass ihre erfahrensten Feldspielerinnen ihr junges Team auch gegen Blomberg führen. Sie geht davon aus wieder auf die slowakische Spielmacherin Erika Rajnohova nach überstandener Bänderverletzung zurückgreifen zu können.

Gäste reisen mit zwei Siegen an

Dabei reist der Gast nach dem 29:27 in Metzingen, „was mich überrascht hat“, so Bremmer, und dem 24:20 über Göppingen mit 4:0 Punkten an. „Ich denke, Blomberg ist so gut gestartet, „weil sich bei ihnen fast nichts verändert hat“, sagt Bremmer und attestiert der niederländischen Halbrechten Tessa van Zijl bisher „eine Supersaison“.

Gleichzeitig hofft sie, dass die Vipers mit ihrem aus Bietigheim mitgebrachten neuen Selbstbewusstsein wie im August beim Domstadt-Cup in Fritzlar (21:19) das Team von Trainer Steffen Birkner erneut bezwingen können. Bremmer sieht ihr Team trotz 0:4 Zähler „nicht unter Druck“.

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