Bundesligastart: Vipers bei Meisterschaftsfavorit SG BBM

Gleich ein dicker Brocken: Bad Wildungen hofft auf Überraschung gegen Bietigheim

Spielszene vom Handball:  Die Bad Wildunger Spielmacherin Maxime Struijs kommt gegen die Kirchhoferinnen Klara Schlegel (links) und Hanna Kamp (rechts) zum Wurf.
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Durchgesetzt: So frei wie hier gegen die Kirchhoferinnen Klara Schlegel (links) und Hanna Kamp (rechts) hofft die Bad Wildunger Spielmacherin Maxime Struijs auch morgen in Bietigheim zum Wurf zu kommen.

Zweiter gegen Kellerkind der Vorsaison, so beginnt aus Wildunger Sicht die Handball-Bundesliga der Frauen. „Mir passt es gut ganz, dass wir die Saison gegen Bietigheim beginnen“, sagt Tessa Bremmer vor der Partie an diesem Samstag (19 Uhr, MHP-Arena Ludwigsburg) bei der SG BBM.

Zunächst verwundert die Aussage der Bad Wildunger Trainerin, da das Starensemble, Zweiter der Vorsaison, neben Borussia Dortmund (1.) erneut zusammen mit dem BVB als großer Meisterschaftsfavorit gilt. „Natürlich ist das ein sehr schwieriges Spiel für uns, aber andererseits können wir ohne Druck ziemlich frei aufspielen“, sagt Bremmer, was bei einem Heimspiel gegen einen gleichwertigen Gegner oder einen Abstiegskandidaten nicht der Fall wäre.

„Wir haben viele junge Spielerinnen, die extrem aufgeregt sein werden“, fügt Bremmer vor allem im Hinsicht auf die Neuzugänge Lea Schüpbach (Paris 92), Larissa Platen (Mainz) und Munia Smits (Blomberg-Lippe) an.

Bad Wildungen Vipers: Auftakt vor Zuschauern

Bei Letzterer glaubt Bremmer, dass die 20-Jährige auch wegen des erstmaligen Duells mit ihrer Schwester Xenia, die von Metz nach Bietigheim gewechselt ist, „besonders nervös sein wird“. Gleichzeitig freue sich ihre Mannschaft aber auch deshalb auf den Saisonstart, „weil wir endlich wieder vor Zuschauern spielen dürfen“, wobei 500 Besucher in der Arena zugelassen sind.

„Wir wollen unser Spiel durchziehen, um ein gutes Gefühl mit in die nächsten Wochen zu nehmen, in denen uns die wichtigen Aufgaben erwarten“, sagt Bremmer in Anspielung auf die Partien im September gegen die Abstiegskandidaten Mainz (12., Heimspiel), Buchholz-Rosengarten (19., auswärts) und Oldenburg (26., H.).

Doch das wird alles andere als leicht werden, weil der Ligakrösus trotz des Umbruchs, bei dem die Nationalspielerinnen Emily Sando (Podgorica, Norwegen), Xenia Smits, Julia Maidhof (Bensheim/Auerbach), Trine Ostergaard (Dänemark) für Ex-Viper Dinah Eckerle, Laura van der Heijden (auch Siofok) und deren niederländische Landsfrau Angela Malestein (Budapest) zur SG kamen, weiter „ein absolutes Topteam ist, bei der man auch blöde aussehen und mit 20 Toren verlieren kann“, so Bremmer.

Vipers-Trainerin Bremmer hofft auf selbstbewussten Auftritt

„Doch so einfach wollen wir es Bietigheim nicht machen. Vielmehr wollen wir versuchen, eine Überraschung zu schaffen, auch weil die SG uns in den letzten Jahren recht gut gelegen ist, sagt die Vipers-Trainerin selbstbewusst vor dem Auftritt beim „haushohen Favoriten“. Im Angriff muss die HSG wegen „des guten Gegenstoßspiels der SG Fehler vermeiden, um nicht unter die Räder zu kommen.

Bremmer, die auf Dortmund, „die sind noch breiter besetzt“, als Meister vor Bietigheim tippt, geht davon aus, bis auf Vanessa Magg (Kreuzbandriss) und die Rekonvaleszentin Marieke Blase Bestbesetzung aufbieten zu können, auch wenn Rückraumallrounderin Platen an einer beim 25:31 im letzten Testspiel in Bensheim erlittenen Ellenbogenverletzung im rechten Wurfarm laboriert und auch Annika Ingenpaß (entzündete Blase am Fuß) nicht ganz fit sind.

Die torgefährliche Kreisläuferin hat Bremmer indes in der 6:0-Deckung für eine der Halbpositionen vorgesehen, während die Niederländerin Maxime Struijs „nach ihrer Supervorbereitung“ als Spielmacherin und im Abwehrinnenblock laut Bremmer ebenso „gesetzt“ ist, wie Rechtsaußen-Neuzugang Kira Schnack (Blomberg) und Anna-Maria Spielvogel auf links.

Was Bietigheims Trainer an Wildungen gefällt

Alle anderen Positionen sind, so Bremmer, „ich habe noch keinen Stamm, ziemlich offen“, wobei Rückkehrerin Sabine Heusdens noch nicht so fit sei, „um lange spielen zu können“.

Markus Gaugisch ist ein Freund klarer Worte. „Der Sieg ist immer unser Ziel. So auch gegen Bad Wildungen, obwohl die eine gute Mannschaft haben“, sagt der neue Trainer der SG BBM Bietigheim vor dem morgigen Saisonstart gegen die Vipers. „Bad Wildungen hat eine sehr emotionale Mannschaft, die mit hoher Begeisterung unterwegs ist, was mir gefällt“, sagt der frühere Erstligatrainer der Männer des HBW Balingen-Weilstetten. (jh)

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