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HSG Bad Wildungen bei Turnier der SG Kirchhof vor erstem Praxistest

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Die Vipers-Spielerinnen Jana Scheib (2.v.l.) und Annika Ingenpaß (rechts) wollen auch beim Turnier in Kirchhof torgefährlich auftreten.
Ihre Treffsicherheit ist wieder gefragt: Die Vipers-Spielerinnen Jana Scheib (2.v.l.) und Annika Ingenpaß (rechts) wollen auch beim Turnier in Kirchhof torgefährlich auftreten. © malafo

Erster Praxistest für die Vipers fünf Wochen vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison: Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen spielen beim Heinrich-Horn-Gedächtnis-Turnier der SG Kirchhof.

Bad Wildungen - Die Badestädterinnen sind als einer von vier Erstligisten beim Turnier an diesem Wochenende dabei. Drittligist SG Kirchhof richtet es in der Melsunger Stadtsporthalle aus.

HSG-Trainerin Tessa Bremmer schielt dabei gar nicht aufs Abschneiden. „Wo wir am Ende landen, ist egal, für uns ist nur Testen und Ausprobieren wichtig.“ Ihre Spielerinnen hatten in der bisherigen Vorbereitungszeit noch nicht oft den Ball in der Hand, Ausdauer- und Athletikeinheiten standen im Vordergrund.

Zwei Neuzugänge fehlen in der Vorbereitung verletzt

„Wir schauen jetzt in Kirchhof, was läuft schon gut und was nicht und arbeiten dann daran“, erzählt die Vipers-Trainerin. Da die spielerische Seite bisher zu kurz gekommen ist, kann Bremmer auch die sechs Neuzugänge noch nicht bewerten. Das Pech hat gleich zwei von ihnen außer Gefecht gesetzt. Emma Ruwe (Fingerbruch) und Rechtsaußen Maren Gajewski (Schulter-OP) konnten die Vorbereitung nicht mitmachen. Maksi Pallas (Rechtsaußen), Julia Symanzik (Linksaußen), Lisa-Marie Merck (Rückraum) und Larissa Schutrups (Tor) will die Trainerin bei diesem Turnier viel Einsatzzeit geben.

Bremmer lobt den Charakter die Neulinge. „Sie sind alle sehr bescheiden, wissen, dass sie hart arbeiten müssen und haben sich menschlich schon gut in die Mannschaft integriert.“ Das Team sei in diesen fünf Wochen schon zusammengewachsen, betont die Trainerin. Die Spielerinnen träfen sich auch privat, pushten sich im Training und hätten keine Scheu, sich mal die Wahrheit sagen. „Wenn es sein muss, auch mit etwas härteren Worten, das gefällt mir sehr gut.“

Leverkusen, Kirchhof und Solingen die Vipers-Gegner

Die Vipers treffen beim Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier in ihrer Gruppe am Samstag auf den Ligakonkurrenten aus Leverkusen (13.20 Uhr), auf Gastgeber SG Kirchhof (17 Uhr) und am Sonntag auf Zweitligist HSV Solingen-Gräfrath (10 Uhr). In der anderen Gruppe hat es Titelverteidiger Borussia Dortmund mit dem Erstligisten BSV Sachsen Zwickau sowie den Zweitligisten Werder Bremen und FSV Mainz zu tun. Die Spielzeit beträgt 2 x 20 Minuten. Die Platzierungsspiele beginnen am Sonntag ab 14.30 Uhr, das Finale zwischen den beiden Gruppenersten wird um 16.25 Uhr angepfiffen. (red)

Die vielen neuen Gesichter ergeben auch taktisch und spielerisch ein anderes Team. „Wir werden mit diesem Kader weniger Tore aus dem Rückraum erzielen, aber ich denke, wir haben technisch zugelegt, und können unsere Angriffe besser ausspielen. Wir müssen mehr als Mannschaft agieren und öfter über die Eins-zu-eins-Situationen kommen“, so Bremmer.

Die Vipers nahmen zuletzt 2020 am Kirchhofer Turnier teil und unterlagen Dortmund im Finale. Erneut ein Ziel? Bremmer wiegelt ab. Ob Dortmund oder Solingen, Finale oder Spiel um Platz sieben, das sei egal. „Wir schauen bei diesem Turnier nur auf uns.“ Der Blick auf drei andere Teams:

Borussia Dortmund

Bremmers Trainerkollege aus Dortmund hat etwas höhere Ziele. „Wir wollen uns weiter einspielen und wenn möglich, natürlich gewinnen“, sagt André Fuhr, der einen Umbruch mit 13 Neuzugängen bewältigen muss. Zu seinem Team gehören Rückkehrerin Lena Hausherr (Linksaußen), Nationalspielerin Lisa Antl (Kreis), die mit Meret Ossenkopp (Rechtsaußen) vom Buxtehuder SV kam, sowie mit Zoë Sprengers eine weitere Linksaußen aus Leverkusen.

Mit der Serbin Sara Garovic wurde die Position im rechten Rückraum nach dem Weggang der Niederländerinnen Laura van der Heijden und Tessa van Zijl neu besetzt. Hinzu kommt mit Harma van Kreij (Rückraum) eine niederländische Nationalspielerin. Kopf bleibt die „Handballerin des Jahres 2021“ Alina Grijseels.

TSV Bayer Leverkusen

Einen Neuaufbau hat auch der Leverkusen, Turniersieger von 2019, zu meistern. Zu den neun Zugängen gehören Pia Terfloth, Viola Leuchter (eigene Jugend) und Ariane Pfundstein. Sie spielen derzeit bei der U18-WM in Nordmazedonien. Dazu gesellen sich die niederländische Kreisläuferin Fem Boeters, die Torhüterinnen Lieke van der Linden und Miranda Nasser, sowie im Rückraum Lynn Kuipers aus Amsterdam.

HSV Solingen-Gräfrath

Der Vipers Gruppengegner aus Westfalen hat mit Sina Ehmann, Wunschspielerin Pia Adams aus Zwickau (beide Rückraum) und Katja Grewe (Tor) drei Neuzugänge zu integrieren. ( rsm/kw)

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