HSG Bad Wildungen  unterliegt Borussia Dortmund 23:29 (15:17)

Noch viel Arbeit für Bremmer - Vipers  verlieren Testspiel

Das Tor im Blick: Die Bad Wildungerin Annika Busch (Mitte) hat sich gegen die Dortmunderinnen Virag Vaszari (links) und Caroline Müller durchgesetzt. Foto: malafo

Bad Wildungen. Es läuft noch nicht rund bei der HSG Bad Wildungen.

Von Jürgen Heide

Mit 23:29 (15:17) verloren die Vipers gestern gegen Erstligakonkurrent Borussia Dortmund. Bereits beim Turnier in Fritzlar hatte sich der Elfte der Vorsaison dem Vierten der vergangenen Runde mit 18:20 geschlagen geben müssen.

Vor 120 Zuschauern in der Ense-Halle konnten die Vipers nur bis zur 35. Minute beim Stand von 16:19 mithalten. Ab dem 21:16 (37.) baute der BVB seine Führung bis zum 28:21 (54.) aus und profitierte dabei vor allem von einer schwachen Deckung.

Schwacher Innenblock

„Der ganzen Abwehr hat die Aggressivität gefehlt“, bilanzierte HSG-Trainerin Tessa Bremmer, wobei vor allem im Innenblock die Probleme nicht zu übersehen waren. Dort agierten zumeist die gegenüber der Vorsaison insgesamt dynamischer wirkende Laura Vasilescu und Neuzugang Maxime Struijs, die in Göppingen kaum in der Deckung eingesetzt worden war.

Das Duo konnte BVB-Spielmacherin Caroline Müller und Kreisläuferin Saskia Weisheitel oft nicht stoppen. Auch die eingewechselte Sabine Heusdens konnte der 6:0-Formation keine Stabilität geben.

Weil die neue Kreisläuferin Annika Ingenpaß, die zeigte, dass sie im Angriff eine Verstärkung ist, für Bremmer keine Alternative für den Innenblock darstellt, scheint Tamara Haggerty (Metzingen) mit ihrem Abgang eine Lücke in der HSG-Deckung hinterlassen zu haben. Bremmer hofft, dass die gestern wegen ihrer Hochzeit fehlende Rückraumspielerin Romy Bachmann-Morf diese schließen kann.

Mit Höhen und Tiefen war bereits die erste Halbzeit für die Vipers verlaufen. Nach dem 1:0 durch die zunächst sehr treffsichere Ex-Dortmunderin Ingenpaß, die bis zur 20. Minute, 11:11, fünfmal erfolgreich war, lagen die Vipers 1:2 zurück (3.).

Mit einem 4:0-Lauf zum 6:2 (12.) hatte Bad Wildungen zwischenzeitlich das Kommando übernommen, bevor der BVB zum 7:6 konterte, ehe die HSG mit 13:11 (24.) vorne lag und beim 14:13 nach 27 Minuten letztmals führte. Danach übernahm Dortmund trotz des Fehlens von Anne Müller und Alina Grijseels (beide verletzt) das Kommando und hatte mit Ex-Viper Rinka Duijndam und Clara Woltering zwei starke Torfrauen.

Bremmer lobt Torfrau Bocka

Aber auch Vipers-Neuzugang Anne Bocka (Nellingen) überzeugte im Tor. Sie hat sehr gut gehalten“, sagte Bremmer, Für sie war die schwache Chancenverwertung der HSG, bei der Linksaußen Sina Ritter wegen Knieproblemen nicht eingesetzt werden konnte, entscheidend für die Niederlage. Bei der scheiterte Ingenpaß, die auf Linksaußen deckte, in Hälfte zwei dreimal freistehend, während Spielmacher Struijs als Vorlagengeberin überzeugte, wobei ihr noch der Zug zum Tor fehlt.

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