Strafe für Vipers wegen fehlender A-Lizenz

Karsten Moos darf HSG-Trainer bleiben

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Bad Wildungen - Eigentlich dürfte Karsten Moos am nächsten Samstag gegen Frankfurt/Oder nicht mehr auf der Trainerbank der HSG Bad Wildungen sitzen. Der Grund ist die fehlende A-Lizenz des 30-jährigen Coachs, die für Trainer in der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) vorgeschrieben ist.

Eine Ausnahmegenehmigung gibt es für Interimstrainer laut dem HBF-Vorsitzenden Berndt Dugall nur für fünf Spiele. Diese Anzahl hat Moos, der gegen Trier, gegen Oldenburg, in Blomberg, gegen Koblenz/Weibern und in Metzingen das Erstligaschlusslicht betreute, mit dem Spiel am vergangenen Sonntag bereits erreicht. Somit dürfte der B-Lizenz-Inhaber, der erst im Juni 2013 die Prüfung zum A-Schein macht, das HSG-Team am Sonntag gegen den Siebten nicht mehr betreuen.

Doch weil die HBF dem finanziell angeschlagenen Schlusslicht, das wohl in die zweite Liga absteigen wird, nicht zumuten will, in dieser Saison noch einen neuen Trainer zu verpflichten, der wohl teurer als der vom Co-Trainer zum Chefcoach beförderte Moos wäre, darf der gebürtige Frankfurter den Klub weiter betreuen.

„Wir wollen nicht, dass Bad Wildungen wieder in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät“, sagt Dugall. Deshalb geht der HBF-Boss davon aus, dass der Ligavorstand es genehmigt, dass Moos trotz der fehlenden A-Lizenz die Vipers bis zu derem wahrscheinlichen Saisonende am 30. März mit dem letzten Hauptrundenspiel in Oldenburg betreuen darf. Um eine Strafe wegen der fehlenden A-Lizenz des Coachs wird die HSG aber nicht umhinkommen. Dugall geht davon aus, dass diese im unteren „vierstelligen Bereich“ liegen wird.

„Ich hätte nicht verstanden, wenn ich meine Tätigkeit hätte beenden müssen, zumal ich im Juni die A-Lizenz mache“, sagte Moos, dem Vipers-Gesellschafterin Katharina Merck „Anfang Januar gesagt hat, „dass ich die Mannschaft bis Saisonende trainieren soll.“

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