Krisengeschüttelte HSG Bad Wildungen gastiert beim souveränen Meister Thüringen

Kommt THC für Vipers im richtigen Moment?

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Die Lücke gefunden: Die Bad Wildunger Linksaußen Miranda Schmidt-Robben (M.) hat sich beim 30:27-Coup der Vipers am 6. Januar 2018 gegen die Thüringerinnen Iveta Luzumova (links) und Saskia Lang durchgesetzt.

Bad Wildungen. Sechs sieglose Spiele, zuletzt 1:9 Punkte und eine nach unten zeigende Formkurve. Da verwundert es, dass Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer davon spricht, dass die Begegnung bei Meister Thüringer HC „im richtigen Moment für uns kommt“.

Ihre Aussage vor dem morgigen Spiel (18 Uhr, Salza-Halle, Bad Langensalza) begründet die Niederländerin damit, dass ihre verunsicherte Mannschaft beim souveränen Tabellenführer „nichts zu verlieren hat“.

So sollen sich die Vipers auf sich selbst konzentrieren. Deshalb hat Bremmer auch auf eine eingehende Videoanalyse des übermächtig erscheinenden Gegners verzichtet. „Die Mannschaft ist sehr angespannt. Wir wollen versuchen, unsere Formkurve wieder nach oben zu bringen und beim THC ein gutes Spiel machen. Das Potenzial dafür haben wir. Wenn uns das gelingen sollte, werden wir dort auch nicht mit 30 Toren verlieren“, sagt die 34-Jährige.

Werden uns abstrafen wollen

Zugleich weiß sie, dass die Mannschaft von Meistermacher Herbert Müller aufgrund der 27:30 (15:12)-Pleite in Bad Wildungen am 6. Januar, zugleich die einzigen Punktverluste des THC, hoch motiviert in die Partie gehen wird. „Die sind sehr gut besetzt, haben eine gute Mischung aus jung und alt und werden uns für die Niederlage abstrafen wollen“, glaubt Bremmer und bescheinigt den Gastgeberinnen zu Recht „eine sensationelle Saison“. Dabei würden aus dem homogenen THC-Team die tschechische Torschützenkönigin und Spielmacherin Iveta Luzumova, „sie ist die absolute Leistungsträgerin und führt die Mannschaft“, sowie die in der Zweitligasaison 2013/2014 per Doppelspielrecht auch für die Vipers auflaufende Nationaltorhüterin Dinah Eckerle, so Bremmer, bei den Thüringerinnen herausragen.

„Wir brauchen Lockerheit neben der nötigen Konzentration“, sagt Bremmer und fordert, „dass wir nicht nur wie gegen Blomberg 30 Minuten gut spielen müssen.“ Ihr Team müsse einfach weniger Fehler machen“, fügt Bremmer an. Wenn dies den Vipers nicht gelingt, dürften sie beim THC unter die Räder kommen. (jh)

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