21-Jährige will über Bad Wildungen ins Nationalteam kommen

Vipers holen neue Kreisläuferin: Annika Ingenpaß kommt aus Metzingen

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Auch in der nächsten Saison Gegner: Vipers-Neuzugang Annika Ingenpaß (rechts, Metzingen) und die künftige TuS-Kreisaläuferin und noch Bad Wildungerin Tamara Haggerty. 

Bad Wildungen. "Ein wichtiges Puzzlestück für die neue Spielzeit ist fertig", sagt Jochen Busch. Der sportliche Leiter der HSG bad Wildungen Vipers präsentierte einen weiteren Neuzugang. 

Am Samstag reichte es für Annika Ingenpaß nur zu einem dreiminütigen Einsatz vor der Pause beim Metzinger 29:29 in Bad Wildungen. Weil sie spätestens ab der kommenden Saison mehr spielen will, nachdem die 21-Jährige bei der TuS hinter Nationalmannschafts-Kreisläuferin Julia Behnke nur die klare Nummer zwei war, wechselt die 1,77 Meter große Handballerin zu den Vipers.

In de Badestadt unterschrieb Ingenpaß einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 und löst die derzeitige HSG-Kreisläuferin Tamara Haggerty ab, die nach der Saison für zwei Jahre zu den TuSsies geht.

Der sportliche Leiter der Vipers, Jochen Busch, ist sehr zufrieden: „Ich kenne Annika noch aus meiner Dortmunder Zeit. Sie ist das wohl größte deutsche Talent auf der Kreisposition. Bei Tessa wird sie sich in den nächsten Jahren enorm weiterentwickeln können.“ 

Annika, die meist Anni genannt wird, ist am 08.08.1996 im niederrheinischen Kempen auf die Welt gekommen. Ihre Grundlagenausbildung erhielt sie  bei Bayer Leverkusen. Danach wechselte sie zum HSV Solingen-Gräfrath in die dritte Liga. Erste Bundesligaluft schnupperte sie bei Koblenz/Weibern. 

Nach dem Abstieg der Vulkan-Ladies führte ihr Weg zu Borussia Dortmund, wo sie sowohl in der Bundesliga als auch bei der zweiten Mannschaft in der dritten Liga zum Einsatz kam. So wurde auch  Metzingen auf die 1,77 Meter große Kreisspielerin aufmerksam und holten sie nach Süddeutschland, wo sie mit Julia Behnke zusammen am Kreis spielte – jedoch oftmals hinter der Nationalspielerin zurückstehen musste.

Daher entschied sich Annika Ingenpaß bewusst für einen Wechsel nach Bad Wildungen: „Tessa Bremmer hat als Trainerin in den letzten Jahren mehrfach bewiesen, dass sie aus hoffnungsvollen Talenten gestandene Bundesligaspielerinnen und sogar Nationalspielerinnen formen kann.  Die Eigenschaften der Vipers, wie Einsatz, Leidenschaft und Teamgeist liegen mir sehr und ich freue mich auf Bad Wildungen.“

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer ist froh, die Kreisposition neu zu besetzen: „Annika ist für uns eine absolute Verstärkung am Kreis. Sie ist in Deutschland eines der größten Talente auf der Kreisläuferposition und ich freue mich ungemein, dass sie sich für uns entschieden hat. Bei uns kann sie mit mehr Spiel¬anteilen rechnen, womit sie sich auch stetig in ihrem Spiel am Kreis und in der Abwehr steigern kann.“ 

Rösike verlässt die Vipers

Weitere Entscheidung am Kreis: Kreisläuferin Isa-Sophia Rösike und die HSG Bad Wildungen Vipers werden im Sommer getrennte Wege gehen. Der noch andauernde Vertrag für die kommende Spielzeit wird in beidseitigem Einvernehmen zum Saisonende aufgelöst.

 „Wir haben bereits zu Jahresanfang offene und ehrliche Gespräche mit Isa geführt und sind gemeinsam zu diesem Ergebnis gekommen“, erklärt Jochen Busch. (r/jh)

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