HSG: Mazedonische Torhüterin kommt nicht

Kündigung für Veselinka Trenoska

- Eine ungewöhnliche Trainingswoche haben die Bad Wildunger Erstligahandballerinnen hinter sich.

Bad Wildungen. Eine ungewöhnliche Trainingswoche haben die Bad Wildunger Erstligahandballerinnen hinter sich. Weil in der Ense-Halle die von der Handball-Bundesliga Frauen geforderten Umbaumaßnahmen vorgenommen wurden, konnten die Vipers nur im Kraftraum und im Wald trainieren. „Das war aber nicht so schlimm, da wir eh in dieser Woche im athletischen Bereich arbeiten wollten“, sagt der Sportliche Leiter Markus Berchten auch vor dem Hintergrund, dass der Neuling erst am übernächsten Sonntag beim Frankfurter HC (16 Uhr) wieder gefordert ist.

Am Montagabend wird Coach Søren Jeppesen sein Team nach drei freien Tagen erstmals wieder zum Training bitten. Bis dahin sollen auch die Umbauarbeiten in der Halle, von denen der Däne nicht angetan war, abgeschlossen sein. Da der Abstand der Auswechselbänke zu der ersten Zuschauerreihe nach den HBF-Durchführungsbestimmungen zu gering war, wurde diese auf die gegenüberliegende Hallenseite verlegt und das Spielfeld um knapp einen Meter hin zur Seite der Sprecherkabine verschoben.

Nachdem die HSG die beiden ersten Partien gegen Buxtehude (24:30) und Leipzig (25:31) nur aufgrund einer Ausnahmeregelung in der Ense-Halle absolvieren konnte, soll diese bis zum Heimspiel am 8. Oktober gegen die HSG Blomberg-Lippe nun erstligatauglich sein. Bis dahin soll auch eine Anzeigetafel auf der Seite des Eingangsbereichs, „das ist das Einzige, was noch fehlt“, so Berchten, angebracht werden, damit die Spieluhr auch von den Bänken aus einsehbar ist.

Während der Landkreis für die entstandenen Kosten, so Berchten, aufkommt und die HSG damit eine Baustelle geschlossen hat, tut sich eine neue auf, da in Bezug auf Veselinka Trenoska die Zeichen auf Trennung stehen. Nach Aussage von Berchten hat die 26-Jährige Torhüterin, nachdem sie endlich ihr Visum erhalten hatte, schon in der Woche nach dem Buxtehude-Spiel einen Fitnesstest abgelehnt und kurze Zeit später, ohne sich abzumelden, die Heimreise nach Mazedonien angetreten.

„Als sie hier war, wollte sie noch über Vertragsdetails sprechen, bevor sie den Ausdauertest abgelehnt hat“, sagt Berchten, der dies als „Arbeitsverweigerung“ ansieht. Deshalb werden die Vipers ihren Zweijahresvertrag wohl fristlos kündigen, nachdem sich schon Anwälte beider Seiten mit dem Fall beschäftigen. So wird die HSG die Runde mit nur zwei Torhüterinnen bestreiten und erst einmal keine neue Torfrau verpflichten. „Julia Gronemann und Petra Diener sind unser Torhüterduo“, sagt Berchten, während auch Jeppesen keine Probleme hat, nur auf zwei Keeperinnen zurückgreifen zu können. „Das ist okay“, sagt er. (jh)

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