Starke Sabine Heusdens reicht nicht aus

Ligaerhalt für Bad Wildungen trotz 31:40 in Neckarsulm

Harte Gegenwehr: Die herausragende Bad Wildungerin Sabine Heusdens (Zweite von rechts) wird von den Neckarsulmerinnen Lynn Knippenborg (Zweite von links) und Jill Kooij (rechts) attackiert, während deren Mannschaftskollegin Selina Kalmbach die Szene beobachtet.
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Harte Gegenwehr: Die herausragende Bad Wildungerin Sabine Heusdens (Zweite von rechts) wird von den Neckarsulmerinnen Lynn Knippenborg (Zweite von links) und Jill Kooij (rechts) attackiert, während deren Mannschaftskollegin Selina Kalmbach die Szene beobachtet.

Trotz der 31:40 (16:19)-Niederlage bei der Neckarsulmer Sport-Union hat die HSG Bad Wildungen den Klassenerhalt geschafft.

Neckarsulm – Weil die auf Relegationsplatz 13 stehenden Göppingerinnen am Sonntag beim VfL Oldenburg mit 30:31 (15:9) verloren, kann Frisch Auf bei sieben Punkten Rückstand in seinen noch drei ausstehenden Spielen die Vipers in der Tabelle nicht mehr überholen, sodass die Südwaldeckerinnen auch in der kommenden Saison in der 1. Frauenhandball-Bundesliga spielen werden.

„Dass wir jetzt auch rechnerisch gesichert sind, beruhigt, aber mein Frust über die Niederlage und die Leistung in Neckarsulm ist größer als meine Freude über den Klassenerhalt“, sagte Tessa Bremmer. Den Ligaverbleib, von dem sie und ihre Mannschaft direkt nach der einseitigen Partie in der Ballei-Sporthalle erfuhren, bezeichnete die HSG-Trainerin als „einzig gute Nachricht“ am Sonntag.

An diesem konnte bei den Vipers nur die zehnfache Torschützin Sabine Heusdens überzeugen, während der zwischenzeitliche Ligaelfte beim Tabellensechsten über weite Strecken an die schwachen Vorstellungen bei seinen Niederlagen gegen den SV Union Halle-Neustadt (23:28) und die TuS Metzingen (27:37) anknüpfte. Nach dem 2:2 (4.) konnte Bremmer auch mit ihren ersten Auszeit schon nach acht Minuten beim Stand von 2:6 (8.) ihre Mannschaft nicht in die Spur bringen, sodass die NSU nach dem 7:10 (15.) der kurz zuvor eingewechselten Heusdens bis auf 13:7 nach 17 Minuten davonzog.

Bremmer: Zu viele technische Fehler

„Wir haben gerade am Anfang zu viele technischen Fehler gemacht“, brachte Bremmer das Angriffschaos bei der HSG bis zu diesem Zeitpunkt auf den Punkt. Dabei war bei den Vipers im Rückraum bis auf Heusdens einzig die Halbrechte Jana Scheib halbwegs gefährlich, während die Halblinke Munia Smits einen schwachen Tag erwischt hatte und Spielmacherin Maxime Struijs kaum Impulse setzen konnte. Doch angeführt von Heusdens, die bis zum 16:18 (29.) sechs Tore erzielt hatte, kämpfte sich die HSG wieder heran. „‘Sabi´ hat gerade in der ersten Halbzeit den jungen Mädels gezeigt, wie man mit Dampf in die Lücke geht“, lobte Bremmer ihre beste Spielerin, die am Ende der zweiten Hälfte dreimal vom Kreis traf.

Als die Vipers nach dem 16:18 die Chance hatten, zum 17:18-Anschluss zu verkürzen, unterlief der blassen Halblinken Marieke Blase bezeichnenderweise einer der vielen technischen Fehler der Gäste, den Selina Kalmbach per Gegenstoß zum 19:16-Pausenstand nutzte. Bis zum 22:24 nach 39 Minuten schnupperte Bad Wildungen noch kurz an einer Überraschung, bevor die NSU über das 28:22 (45.) bis auf 36:27 (56.) entscheidend davonzog.

Dabei profitierte das Team von Tanja Logvin von der teilweise nicht vorhandenen HSG-Deckung und auch davon, dass HSG-Torfrau Lea Schüpbach erst 22 Minuten nach ihrer Einwechslung ihren ersten Ball hielt.

„Wir haben haben es Neckarsulm viel zu einfach gemacht. Sie konnten selbst bei unserer 4:2-Deckung über die Mitte Tore werfen“, ärgerte sich Bremmer, dass die zusammen mit Rechtsaußen Nathalie Hendrikse herausragenden NSU-Rückraumkräfte Irene Espinola Perez, Lynn Knippenborg und Carmen Moser leichtes Spiel hatten. (jh)

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