Wechsel in der Handball-Bundesliga der Frauen

Mainzerin mit „Megapotenzial“: Anika Hampel verstärkt Wildunger Vipers

 Anika Hampel (links) und  Vanessa Plümer
+
Fliegt ab der nächsten Saison für Bad Wildungen: Die Noch-Mainzerin Anika Hampel (links), der hier Viper Vanessa Plümer hinterherschaut.

Spielmacherin Anika Hampel wird Handballerstligist HSG Bad Wildungen zur neuen Saison verstärken. Die 17-Jährige vom Ligakonkurrenten FSV Mainz bekommt bei den Vipers einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023.

BadWildungen – „Anika hat Megapotentzial. Ich habe mich total gefreut, dass sie sich für uns entschieden hat“, sagt Bremmer über die auch von anderen Klubs umworbene U18-Nationalspielerin aus dem südhessischen Langenselbold.

Nachdem Hampel vergangene Saison noch in der 2. Mannschaft des FSV (3. Liga) aktiv war, war sie vor dieser Runde als Perspektivspielerin in den Erstligakader gerückt und sofort Stammspielerin geworden. 39 Tore hat die flinke Regisseurin, die mit 16 Jahren ihr Erstligadebüt gab, in ihren bisherigen 20 Saisonspielen für Mainz bisher erzielt.

„Das schnelle Spiel der Vipers ist auf jeden Fall einer der Gründe für meinen Wechsel und ich habe für meine sportliche und berufliche Zukunft in Bad Wildungen die besten Voraussetzungen, um mich weiter zu entwickeln“, sagt Hampel.

Die Ex-Spielerin der JSG Buchberg, die am Bad Wildunger Gustav-Stresemann-Gymnasium ihr Abitur machen will, möchte auch von Bremmers guter Arbeit mit Talenten, die in der Branche inzwischen bekannt ist und sich beispielsweise bei der Entwicklung von Jana Scheib zeigt, profitieren. „Anika hat mich in den letzten zwei Jahren beeindruckt. Ich bin mir sicher, dass sie sich hier weiterentwickeln wird. Obwohl sie noch sehr jung ist, hat sie auf der Rückraummitte schon viel Selbstvertrauen und spielt mit Überzeugung sowohl für sich als auch für ihre Mitspielerinnen“, sagt Bremmer. Sie lobt den „Spielwitz“, der nur 1,66 Meter großen Schülerin, die mit 15 Jahren nach Mainz gewechselt war.

„Meine Stärke ist meine Schnelligkeit. Das muss aber auch sein, da ich ja ziemlich klein bin“, sagt Hampel über sich. Sie ist für Bremmer „ein Spielertyp, den wir so noch nicht haben“. Mit der ehemaligen Hessenauswahlspielerin sowie Maxime Struijs und Neuzugang Leonie Patorra (Bietigheim) hat sie für die nächste Saison bereits drei gelernte Spielmacherinnen im Kader, sodass die Ex-Mainzerin und Rückraumallrounderin Larissa Platen dann neben Munia Smits vor allem auf halblinks spielen dürfte.

Hampel ist nach Patorra, Linksaußen Julie Hafner (Dortmund II) und Kreisläuferin Jolina Hunstock (Thüringer HC) die vierte Neue der Vipers für die nächste Saison.

„Wir wissen um den enormen Aufwand, den Anika in den letzten zwei Jahren betrieben hat und diesbezüglich gebührt ihr unser Respekt. Leider hat sie unser Angebot nicht angenommen, sie bei einem Schul-/Wohnortwechsel nach Mainz oder Wiesbaden zu unterstützen“, bedauert Eva Federhenn, Sportliche Leiterin des FSV Mainz, Hampels Abgang.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare