Vipers bei Handball-Turnier in der Schweiz

Markus Berchten will experimentieren

- Bad Wildungen (swe). An diesem Freitag reist Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen in die Schweiz, am Samstag und Sonntag bestreiten die Vipers in St. Gallen sechs Turnierspiele. Für Trainer Markus Berchten geht es vor allem um Teambildung – auf und abseits des Spielfeldes.

Ein hartes Programm steht den Bad Wildunger Bundesliga-Handballerinnen in der Schweiz bevor: Sechs Spiele binnen zwei Tagen, jedes über zweimal 20 Minuten, sollen die Vipers beim Stadtwerk-Cup in der Kreuzbleiche-Halle bestreiten – allesamt gegen Erstligisten aus fünf verschiedenen Ländern Europas. „Die Belastung wird sehr hoch sein“, weiß Trainer Markus Berchten, „es wird darauf ankommen, die Spielzeit auf alle Schultern zu verteilen.“

Mit allzu langen Ruhepause dürfen die Spielerinnen allerdings dennoch nicht rechnen. Nach Abgängen und aufgrund von Verletzungen und Krankheiten werden nur neun Feldspielerinnen eingreifen können, außerdem die beiden Torhüterinnen Julia Gronemann und Petra Diener. „Wir müssen die Situation nehmen, wie sie ist“, sagt Berchten und hofft, dass sich keine weitere Spielerin verletzt. Morgen fährt die Mannschaft bereits in den Morgenstunden los in Richtung Schweiz, damit zumindest am Abend noch etwas Zeit zum Durch- atmen bleibt, bevor am Samstagmittag um 12 Uhr die erste Partie gegen den slowakischen Meister HK Slovan Duslo Sala auf dem Programm steht. Am Nachmittag steht das Spiel gegen den französischen Erstligisten Cercle Dijon (16.45 Uhr), am Abend die Begegnung mit dem serbischen Spitzenclub RK Roter Stern Belgrad auf dem Programm (18.45 Uhr).

Berchten, der erst vergangene Woche das Traineramt vom beurlaubten Søren Jeppesen übernommen hatte, erwartet gegen „starke und erfahrene Gegner“ Spiele „auf hohem Niveau“. Im Handball sei es immer das Ziel, zu gewinnen, beim Stadtwerk-Cup gehe es aus seiner Sicht aber vor allem darum, dass sich die Mannschaft für die bevorstehenden Bundesliga-Partien einspielt: „Wir nutzen das Turnier, um uns besser kennenzulernen und neue Abläufe zu verinnerlichen“, erläuterte er. Zudem werde er verschiedene Deckungsvarianten ausprobieren. Jeppesen war ein Freund der 6:0-Deckung, Berchten möchte sich in diesem Bereich alle Optionen offen halten.

Auch am Sonntag wird es zum Experimentieren reichlich Gelegenheit geben. Um 11 Uhr bekommen es die Vipers mit Bundesliga-Konkurrent Frisch Auf Göppingen, bei dem die Badestädterinnen in der Liga 23:29 unterlagen, zu tun, um 13 Uhr trifft die HSG auf Gastgeber LC Brühl. Ab 16 Uhr stehen schließlich die Platzierungsspiele an. Läuft es für Bad Wildungen besonders gut, würde das Team um 18 Uhr das Finale bestreiten.

Berchten geht es bei dem Ausflug in seine Schweizer Heimat aber nicht nur auf, sondern auch abseits des Handballfeldes um Teambildung. Die Mannschaft wird daher auch am Montag noch in der Schweiz bleiben. „Geplant ist, dass wir zusammen rodeln gehen“, sagt Berchten. In der Nacht zum Diens-tag soll es dann zurück nach Bad Wildungen gehen. Bis einschließlich 26. Dezember haben die Spielerinnen anschließend Urlaub, ehe am 27. Dezember die kurze Vorbereitung auf die Bundesligapartie am 30. Dezember in Leverkusen beginnt.

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