Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer sieht gegen die Tussies nur eine geringe Chance für ihre Mannschaft

„Metzingen ist eines der drei besten Teams“

- Bad Wildungen (jh.) Metzingen ist eine Nummer zu groß für uns“, sagt Bremmer und freut sich über die Vertragsverlängerung von Petra Nagy.

Wenn die HSG morgen (19 Uhr, Ense-Halle) im letzten Heimspiel des Jahres gegen den Fünften überhaupt eine Chance haben will, müssen die Gastgeberinnen mit einer anderen Einstellung zu Werke gehen als zuletzt beim 19:30 im Pokal­achtelfinale gegen Oldenburg. „So dürfen wir nicht noch einmal auftreten“, ärgert sich Bremmer über die erneut schwache Vorstellung gegen den VfL. Aus diesem Grund hat sie über die Pokalpleite gegen den Zweiten auch „lange“ mit ihrer Mannschaft gesprochen.„Wir haben auch hart trainiert. Die Leistung und die Einstellung müssen besser werden“, fordert Bremmer. „Es wird gegen Metzingen extrem schwer, Punkte zu holen. Wir haben gegen sie nur eine Chance, wenn alle Spielerinnen eine 110-prozentige Einstellung zeigen und alle ihre Leistung bringen.“

Vasilescu auf der Ersatzbank?

Weil sie fand, dass diesbezüglich zuletzt Laura Vasilescu Defizite aufwies, ist es möglich, dass die mit 45 Treffern mit Abstand erfolgreichste HSG-Torschützin zunächst auf der Bank sitzt. „Das kann gut sein“, sagt Bremmer, zumal Nadja Bolze gegen Oldenburg beste Vipers-Spielerin war. Wenn die Kreisläuferin beginnt, könnte Nagy, „sie ist unsere Abwehrchefin“, so Bremmer, zusammen mit Spielmacherin Sarah van Gulik und Jana Pollmer im Rückraum agieren.„Petra ist zu einer zentralen und wichtigen Spielerin in unserem Team geworden“, freut sich Bremmer, dass die 21-jährige Ungarin bis zum 30. Juni 2017 bei der HSG bleibt.

Nagy: „Bleibe wegen Tessa“

„Ein Hauptgrund für mich, in Bad Wildungen zu bleiben, war, dass Tessa auch in Zukunft Trainerin bleiben wird. Ich kann sehr viel von ihr lernen und sie ist ein großes Vorbild für mich“, begründet Nagy ihre Vertragsverlängerung. Für Bremmer indes ist Loerper bei Metzingen „die entscheidende Spielerin. Sie macht unheimlich viel Tempo und geht dahin, wo es wehtut. Zudem ist sie in der Abwehr ein Tier und geht da ordentlich zur Sache“, sagt Bremmer über die 193-fache Nationalspielerin, die bei der TuS Regie führt. Die „Lumpi“ genannte, nur 1,64 Meter große Spielmacherin setzt dabei immer wieder die auch schon für die SG Kirchhof in der zweiten Liga spielende Minevskaja in Szene. „Wenn wir gegen sie nicht offensiv rausgehen, wird sie uns kaputt schießen“, sagt Bremmer. So dürfte wohl auf die wahrscheinlich auf halbrechts deckende Jana Pollmer bei einer 6:0-Abwehrformation der HSG Schwerstarbeit zukommen, beim Unterfangen, die beste Werferin der Liga zu stoppen. Viel spricht dafür, dass Bremmer die Halblinke Minevskaja von Pollmer, ihrer ehemaligen Teamkollegin in Kirchhof, kurz decken und zudem Linksaußen Johanna Stockschläder als weitere vorgezogene Abwehrspielerin bei einer 4:2-Formation gegen Loerper agieren lässt. Neben dem Rückraumduo Loerper und Minevskaja warnt Bremmer noch vor Nationalrechtsaußen Marlene Zapf und deren Teamkollegin Ina Großmann auf der linken Seite. „Beide sind sehr schnell“, sagt die Vipers-Trainerin. Dass die Gäste bereits fünf Minuspunkte aufweisen, führt sie auf deren schweres Startprogramm zurück. „Die haben schon gegen alle schweren Gegner gespielt“, verweist die Vipers-Verantwortliche auf die Begegnungen gegen Meister und Tabellenführer Thüringer HC (20:26), gegen den Dritten Buxtehude (29:29) und den Vierten Leipzig (25:26). „Metzingen ist aber dennoch trotz der vielen Neuzugänge schnell als Mannschaft zusammengewachsen und ein Team, das zu den besten drei Mannschaften der Liga gehört“, sagt Bremmer. Und dies auch wegen des breiten Kaders ihres Trainerkollegen Alexander Job, der derzeit auf 16 Spielerinnen zurückgreifen kann, während Bremmer mit einem 12er-Kader, darunter drei Torhüterinnen, auskommen muss.Von denen ist Kapitänin Manuela Brütsch klar die Nummer eins, während sich Helen van Beurden gegen Oldenburg nicht empfehlen konnte und die dritte Keeperin Vanessa Maier gegen den VfL nicht eingewechselt wurde. Dass die HSG Mitte August beim Turnier in Allensbach bei einer vierzigminütigen Spielzeit gegen Metzingen sich nur knapp mit 12:15 geschlagen geben musste, was Bremmer auch auf umstrittene Schiedsrichterentscheidungen zurückführte, lässt die Bad Wildunger Trainerin hoffen, dass ihr Team mit der richtigen Einstellung und einer deutlichen Leistungssteigerung eine kleine Chance gegen die favorisierten Tussies hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare