Bei heimstarker Neckarsulmer SU erwartet HSG-Trainer Karsten Moos dennoch einen Sieg

Schwere Aufgabe beim Aufsteiger

- Bad Wildungen (jh). Für einen Erfolg morgen (19 Uhr, Ballei-Sporthalle) bei der Sport-Union wird sich die HSG Bad Wildungen gegenüber dem 25:24-Sieg über Berlin im Angriff wohl steigern müssen.

Moos kann sich noch gut an den 30:27 (16:14)-Erfolg im Hinspiel gegen gegen das Team aus der Nachbarstadt von Heilbronn erinnern. „Das war lange Zeit relativ ausgeglichen und wir haben uns erst am Ende durchgesetzt“, sagt er über den Schlagabtausch am 21. September, bei dem seine Mannschaft noch in der 49. Minute mit 22:23 zurücklag und den Neckarsulms Trainer Emir Hadzimuhamedovic treffend als „geiles Zweitbundesligaspiel“ bezeichnete. Schon damals war zu erkennen, dass die Sport-Union kein Neuling ist, für den es nur um den Ligaerhalt geht, sondern einer, der größeres Potenzial hat. Dies zeigte das Team von Hadzimuhamedovic einige Wochen später auch beim 30:25-Erfolg über die Füchse Berlin, mit dem der Aufsteiger beim Aufstiegsfavoriten für die ersten Minuspunkte sorgte. „Das war schon ein Paukenschlag“, sagt Moos über den Coup des morgigen Gegners, „der relativ ausgeglichen besetzt ist und einen großen Kader hat“. Den hat die HSG nicht, wobei Moos aber davon ausgeht, in Neckarsulm auf seine zweite Torfrau Dinah Eckerle zurückgreifen zu können, obwohl deren Stammverein, der Thüringer HC, am gleichen Tag in der Champions League-Hauptrunde gegen Dänemarks Meister FC Midtjylland spielt. „Das Spiel in Neckarsulm ist eine schwere Aufgabe für uns, bei der wir voll konzentriert zu Werke gegen müssen“, sagt Moos und warnt vor allem vor dem Rückraum der Sport-Union mit Spielmacherin Martina Fritz, der Halblinken Isabell Tissekker und der Halbrechten Monika Kornet. Neben Regisseurin Fritz, „sie ist unberechenbar“, so Moos, und Juniorennationalspielerin Tissekker habe sich die aus Greven gekommene niederländische Linkshänderin Kornet sehr gesteigert.„Neckarsulm ist heimstark“, sagt Moos über die Sport-Union, die sich zu Hause den Aufstiegsanwärtern Zwickau (27:28) und Dortmund (20:22) nur knapp geschlagen geben musste. Dennoch zähle es zu den „Hausaufgaben“ der HSG, alle Teams ab Platz sechs zu bezwingen, „auch wenn diese gegen uns befreit aufspielen können, weil sie kein Favorit sind.“ Um beim Achten zu siegen, brauche sein Mannschaft aber eine gute Auswärtsleistung. Dabei setzt Moos auch auf die im Hinspiel überragenden Tessa Cocx und Torfrau Manuela Brütsch.

Cocx-Verbleib ein „Signal“

Dass Cocx auch in der nächsten Saison für die Vipers spielt, „ist ganz wichtig für uns“, sagt der Trainer. Der 31-Jährige hofft, dass wie im Vorjahr das Bleiben der Kreisläuferin auch für die anderen Spielerinnen ein „Signal“ ist, ebenfalls weiter für die HSG aufzulaufen und gibt sich „zuversichtlich“, dass er mindestens auf den Großteil des Kaders auch in der nächsten Runde zurückgreifen kann.Das würde er dann am liebsten in der ersten Liga tun. Um dorthin zu gelangen, wären zwei Punkte an der Sulm sehr förderlich. Dazu werden sich aber gegenüber dem Erfolg über Berlin die Halbspielerinnen Laura Vasilescu und Romana Grausenburger steigern müssen, auch um Platz für Cocx am Kreis und die Außen Miranda Robben und Annika Busch zu schaffen.

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