Die HSG Bad Wildungen geht als Außenseiter in das Pokalachtelfinale gegen Oldenburg

Schwierige Revanche

- Bad Wildungen (jh). Nur allzu gerne würden sich die Vipers für die 18:35 (10:16)-Pleite bei ihrer Heimpremiere in der Liga am 13. September gegen den VfL revanchieren. Doch das wird für den Erstliganeunten wegen der guten Form des Zweiten nicht einfach werden.

„Wir haben gegen Oldenburg noch etwas gutzumachen, auch weil wir damals zu früh die Köpfe haben hängen lassen. Aber das Spiel wird für uns extrem schwer, auch weil der Pokal bei ihnen einen hohen Stellenwert hat“, sagt HSG-Trainerin Tessa Bremmer vor dem morgigen Achtelfinalspiel (19 Uhr). Der Wettbewerb ist für sie zweitrangig. „Deshalb hoffe ich, dass sich bei uns in dem Spiel niemand verletzt und wir uns keine Rote Karte holen, denn viel wichtiger ist, dass wir in der Liga den Klassenerhalt schaffen“, sagt sie. „Gleichzeitig bräuchten wir bei einem Erfolg gegen Oldenburg nur noch einen Sieg und wären dann im Final Four. Deshalb werden wir Vollgas geben“, fügt sie an.

Wieder mit Vanessa Maier

Gegen den VfL kann die hochschwangere Trainerin, „die Tasche für die Fahrt ins Krankenhaus ist schon gepackt“, gegenüber der 26:34-Niederlage am Sonntag in Leipzig wieder auf den gleichen Kader zuzüglich Vanessa Maier zurückgreifen. Die dritte Torfrau, die beim Fritzlarer 26:25-Sieg über Leipzig II die Matchwinnerin war, wird am Samstag zwar erneut ihr Zweitspielrecht für den Drittligatabellenführer nutzen und dessen Tor gegen den HC Salzland hüten, soll aber nach der Partie (17.30 Uhr) schnell nach Bad Wildungen kommen. Vor ihr soll dort schon Ersatzrechtsaußen Marie-Theres Raum eintreffen, die nur eine Halbzeit für die Germania spielen wird, um so rechtzeitig zum Anpfiff in der Ense-Halle zu sein. Trotz der guten Leistung von Helen van Beurden in Leipzig wird Kapitän Manuela Brütsch im Vipers-Tor beginnen. „‚Manu‘ ist deutlich erste Wahl“, sagt Bremmer, die noch überlegt, welche Spielerin aus dem Trio mit Laura Vasilescu, Jana Pollmer und Nadja Bolze neben van Beurden, Maier, Raum und Simona-Maria Cipaian erst einmal auf der Bank sitzen wird. Das will Bremmer auch davon abhängig machen, in welcher Abwehrformation sie ihre Mannschaft agieren lässt. Auch im Pokal will die Trainerin keine großen personellen Experimente eingehen. „Ich lasse niemand spielen, nur weil sie nett ist. Das ist nicht meine Philosophie. Bei mir muss man sich seine Spielanteile im Training verdienen“, sagt Bremmer. Für die Startsieben gesetzt ist neben Brütsch, Rechtsaußen Annika Busch, Regisseurin Sarah van Gulik und Allrounderin Petra Nagy auch Linksaußen Johanna Stockschläder.Dass die 19-Jährige als einzige Linksaußen wegen der Babypause von Miranda Robben, die im Januar 2015 wieder spielen wird, eine große Last trägt, weiß Bremmer. Aber auch gegen den VfL soll „Stocki“ von Beginn an auflaufen und womöglich erneut wieder 60 Minuten spielen, „weil sie auf Linksaußen unsere deutlich beste Option und körperlich sehr fit ist“, so die Trainerin. Dass die Siegerländerin, „sie hat richtig gut angefangen, muss aber beim Wurf variabler werden“, in dieser Saison mit Höhen und Tiefen spielt, empfindet Bremmer in dem Alter als normal. „Zudem spielen auch unsere erfahrenen Spielerinnen bis auf Manuela Brütsch und Annika Busch keine konstante Saison“, sagt die Niederländerin.

„VfL bisher überragend“ Dagegen ist sie von der Beständigkeit der in dieser Runde ungeschlagenen Gäste beeindruckt. „Sie haben das bisher überragend gemacht. Dass sie so stark sein würden, hat nach den namhaften Abgängen, die sie hatten, keiner erwartet. Aber sie haben extrem schnell als Mannschaft zusammengefunden und alle Erwartungen übertroffen“, sagt Bremmer und lobt so indirekt die Arbeit ihres Trainerkollegen Leszek Krowicki.„Oldenburg wird aber nicht Meister werden und auch noch verlieren“, fügt die HSG-Trainerin an und hofft, dass dies schon morgen der Fall sein wird.

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