HSG Bad Wildungen beim 19:31 bei Meister Thüringer HC mehr als chancenlos

Selbst die Siebenmeter klappen nicht

- Bad Langensalza (jh). Nicht nur aufgrund von fünf vergebenen Siebenmetern, sondern auch wegen unzähliger eigener Fehler hatte die HSG Bad Wildungen in der Frauenhandball-Bundesligadem Angriffswirbel des Meisters Thüringer HC beim 19:31 (6:15) nichts entgegenzusetzen.

Søren Jeppesen scheint ein geduldiger Mensch zu sein. Erst nach zehn Minuten nahm der Bad Wildunger Trainer seine Auszeit, nachdem Idalina Borges-Mesquita gerade zum 6:0 für den THC getroffen hatte. Dabei hatte sich schon nach 50 Sekunden angedeutet, dass Unheil über die Gäste hereinbrechen könnte, als HSG-Torjägerin Cristina Mihai mit ihrem Siebenmeter an Maike März gescheiterte. Statt in Führung ging der Neuling vor 1021 Zuschauern in der Salza-Halle unter. Als Borges das 6:0 erzielte, hatte der Aufsteiger schon drei Siebenmeter verworfen, nachdem bis dahin auch Sabine Heusdens und Miranda Robben von der erfolglos waren. Insgesamt vergaben die schwachen Gäste sogar fünf Gelegenheiten von der Strafwurfmarkierung. Dem Tempospiel des THC waren die Gäste freilich auch nach der Auszeit nicht gewachsen. Auch das erste Tor durch einen Siebenmeter von Mihai zum 1:6 (12.) gab keinen Auftrieb, vielmehr nahm der Meister die Badestädterinnen nach allen Regeln der Handballkunst auseinander – und lag beim 15:5 kurz vor der Pause schon mit zehn Toren vorn. Während HSG-Spielmacherin Ruta Latakaite schwach agierte, ersetzte Jeppesen Torfrau Julia Gronemann nach 25 Minuten durch Petra Diener, obwohl die Keeperin in der ersten Hälfte als einzige Bad Wildungerin sich dem Angriffwirbel zumindest manchmal erfolgreich entgegenstellte. Ansonsten offenbarte sich mehr als ein Klassenunterschied; das erste Feldtor der HSG gelang Heusdens zum beim 2:7 (15.). In der zweiten Hälfte konnte die HSG beim 13:21 (44.) durch den dritten verwandelten Siebenmeter der vierten Schützin Latakaite etwas Ergebniskosmetik betreiben, ohne den THC auch im Ansatz nur ärgern zu können.„Wenn wir die drei Siebenmeter zu Beginn getroffen hätten und Miranda Robben ihren freien Wurf von Linksaußen reingemacht hätte, wären wir sogar gut gestartet. So ist es unglücklich für uns gelaufen und der THC hat Vollgas gespielt“, analysierte Jeppesen, um dann anzufügen: „In der ersten Halbzeit stand nur eine Mannschaft auf dem Spielfeld und das war der THC, der jeden unserer Fehler zu Toren genutzt hat.“

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