Bad Wildungen hofft nach 33:24 (17:11)-Sieg bei Thüringer HC II auf Final-Four-Teilnahme

Traum von Göppingen gedeiht

- Bad Langensalza/Bad Wildungen (jh). Auch Achtelfinalheimspiel am 4. Februar gegen Erstligaschlusslicht SVG Celle nährt HSG-Hoffnungen auf die Pokalendrunde.

Mit Ruhm bekleckert hatten sich die Vipers beim ungefährdeten Pokalsieg in Bad Langensalza nicht. Der Erfolg beim Vierten der Regionalliga Ost war auch deshalb schnell abgehakt, weil noch am Sonntagabend die Achtelfinalauslosung beim Deutschen Handball Bund in Dortmund stattfand und Glücksfee Stefanie Osenberg es gut mit dem Erstliganeunten meinte. Als dessen Gegner zog sie Celle, so dass die Vipers gute Chancen haben, ins Viertelfinale einzuziehen. „Das ist ein gutes Los und gerade mit unserem treuen Publikum im Rücken ein machbarer Gegner“, freute sich Markus Berchten auch darüber, dass seinem Team eine weite Auswärtsfahrt „wie nach Frankfurt/Oder“ erspart bleibt. Auch weil nun Doublegewinner Thüringer HC und Vizemeister Buxtehude sowie Leipzig und Frankfurt aufeinandertreffen, werden höchstens sechs Erstligisten in die Runde der letzten 16 einziehen, so dass Berchten – weiteres Losglück vorausgesetzt – vom Final-Four-Turnier am 28. und 29. April in Göppingen träumt. „Das könnte machbar sein und wäre ein neues Highlight für den Verein“, sagt der Trainer, dessen Team gegen den noch immer punktlosen Letzten, den die HSG am 15. Oktober zu Hause mit 29:27 bezwang, Favorit ist. „Es liegt an uns, ob wir weiterkommen“, sagte Berchten. Dies war auch beim THC II der Fall, bei dem sich die Vipers schwerer als erwartet taten und schnell mit 0:2 zurücklagen. Bis zum 10:10 (20.) ließen die jungen Thüringerinnen die Gäste nicht enteilen. „Da haben wir noch nicht so konsequent gespielt“, so Berchten, der vor 300 Zuschauern – wie angekündigt – auch experimentierte. So stand die A-Jugendliche Marie-Theres Raum auf Rechtsaußen für Jessica Kleinmann in der Startsieben und gab ihr Pflichtspieldebüt in der ersten Mannschaft. „Ich bin sehr zufrieden mit ihr. Sie hat ihre Sache gut gemacht“, sagt Berchten über die Nachwuchsspielerin, die nach 22 Minuten von Kleinmann abgelöst wurde, von der er ebenso angetan war. „Sie ist reingekommen und hat gleich drei Tore gemacht“, konnte sich der Coach darüber freuen, dass auch die Treffer des kleinen Kraftpakets dazu führten, dass sich die HSG bis zum 17:11-Pausenstand absetzte. Zwar konnte der THC mit der überragenden Nadja Bolze (13 Tore) auf 14:17 (33.) verkürzen, bevor die Vipers endgültig, 25:15 (46.), die Weichen zum Weiterkommen und zum letztlich ungefährdeten Sieg stellten. Bei dem durfte sich Ruta Latakaite in der zweiten Hälfte ausruhen. Für sie spielten Jovana Jovovic, „sie hat ihr Potenzial gezeigt, auch wenn sie ein paar Unsicherheiten hatte“, so Berchten, und in den letzten zehn Minuten die A-Jugendliche Vanessa Kohler auf der Rückraummitte. Während die A-Jugendliche Julia Ammann erfolgreich auf Linksaußen aushalf, war Kreisläuferin Tessa Coxc für Berchten bis zur ihrer Auswechslung gegen Andrea Willimann nach 45 Minuten die beste HSG-Spielerin. „Wir haben unsere Pflichtaufgabe einigermaßen souverän gelöst“, bilanzierte Berchten, während THC-II-Coach Frank Puttfarken den Vipers-Sieg „vier Tote zu hoch“ fand. HSG Bad Wildungen Vipers: Gronemann (1. – 9.), Diener; Latakaite (3/1), Kleinmann (3), Heusdens (1), Cocx (6), Jovovic (3), van Cappelle (4), Robben (2), Mihai (6/3), Willimann (3) Ammann (2), Vanessa Kohler (1), Raum (1).

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