Pokalendrundendebüt und Coup über Thüringen überstrahlen schwache Punktausbeute

Vipers: Final Four als Höhepunkt

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Nachdenklicher Blick: Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer konnte mit den Leistungen ihrer Mannschaft ab Mitte Januar 2018 nicht zufrieden sein. 

Bad Wildungen. „Das Final-Four-Turnier wird von der abgelaufenen Saison noch länger in Erinnerung bleiben, weil die Mädels gemerkt haben, dass wir mehr erreichen können, als immer nur um den Klassenerhalt zu spielen“, sagt Trainerin Tessa Bremmer.

Mit der erstmaligen Qualifikation für die Pokalendrunde durch das 21:19 bei Erstligakonkurrent Leverkusen hatte die HSG Bad Wildungen am 13. Januar für den größten Triumph der Vereinsgeschichte gesorgt. Nur eine Woche zuvor hatte der 30:27-Coup des Zehnten über Meister Thüringen den 28:26-Sieg im Januar 2012 in Leipzig als Höhepunkt in der Klubhistorie abgelöst.

Zehn sieglose Spiele am Ende

Doch der Sieg bei Bayer war gleichzeitig der letzte Paukenschlag der Vipers, die danach ihre Bestform schnell verloren und sich im Halbfinale gegen Oldenburg (29:33) nach einer enttäuschenden Leistung geschlagen geben mussten. 3:17 Punkte holte die HSG in ihren letzten zehn sieglosen Spielen und gewann in der Rückrunde (7:19 Punkte) nur gegen den Drittletzten Bensheim und Absteiger Rödertal zu Hause, gegen die die Vipers acht ihrer nur 16 Zähler einfuhren.

„Wir haben ein paar Punkte zu wenig geholt. Uns hat die Konstanz gefehlt, auch weil uns durch die Kreuzbandverletzungen von Romy Bachmann, die uns sehr eingeschränkt hat, und Marieke Blase im Rückraum die Entlastung für Laura Vasilescu und Sabine Heusdens fehlte“, sagt Bremmer, die sich besonders über das 26:30 gegen den Viertletzten Nellingen und das 22:23 beim Vorletzten Neckarsulm ärgerte.

Trainerin Bremmer zufrieden

Dass sie dennoch mit der Saison „insgesamt sehr zufrieden“ ist „auch wenn wir unser Saisonziel Rang neun verfehlt haben“, begründet die Niederländerin mit der Final Four-Teilnahme und den Pokalerfolgen in Leverkusen und im Achtelfinale gegen Göppingen. „Mit der normalen Runde kann ich nicht zufrieden sein“, sagt die 34-Jährige, deren Team vor der Pause aufgrund der Weltmeisterschaft in Deutschland Achter mit 7:7 Punkten war. (jh)

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