HSG Bad Wildungen zeigt beim Turnier an der Saale zwei Gesichter

Vipers in Halle: Defensiv gut, offensiv na ja

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Halle/Bad   Wildungen - Enttäuschend begonnen, am zweiten Tag gesteigert und auf Platz vier gelandet: Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen haben zwei Wochen vor dem Bundesligastart ein Turnier mit Licht und Schatten gespielt.

Beim 
1. Halle (Saale)-Cup des SV Union Halle-Neustadt mit vier Erstliga-Teams und den gastgebenden Wildcats aus der 2. Liga gewannen die Vipers lediglich eine Partie. „Zufrieden können wir damit sein, wie wir uns am Samstag präsentiert haben“, sagte Trainer Tessa Bremmer.

Den Turniersieg holte sich mit 8:0 Punkten der Thüringer HC. In der entscheidenden Begegnung der bis dahin ungeschlagenen Teams bezwang der deutsche Meister den Mitfavoriten SG BBM Bietigheim (6:2) mit 14:11. Auf Platz drei landete die HSG Blomberg-Lippe (4:4 Punkte) vor den Vipers (2:6) und den punktlosen Gastgeberinnen. Torschützenkönigin des Turniers wurde Susann Müller (Bietigheim), als beste Torhüterin wurde Melanie Veith von der HSG Blomberg-Lippe ausgezeichnet.

Ausgerechnet gegen Blomberg zeigten die Vipers zum Auftakt am Freitagabend ihre schlechteste Leistung. Die Ostwestfalen wären im dritten Aufeinandertreffen während der aktuellen Saisonvorbereitung der Gegner auf Augenhöhe gewesen, doch vor allem im Angriff brachte Bad Wildungen nichts zustande und verlor nach 30 Minuten mit 6:12. Die einkalkulierte Niederlage gegen Bietigheim (11:18) leitete den zweiten Turniertag ein. Gegen Halle-Neustadt setzten sich die Vipers nach einer von Beginn an überlegen geführten Begegnung mit 17:12 durch. Zum Abschluss gegen den Thüringer HC zogen sie mit 14:17 knapp den Kürzeren.

Sowohl gegen die Bietigheime­rinnen als auch gegen Thüringen habe ihr Team sehr lange mithalten können, sagte Bremmer. „Sie gewinnen am Ende vielleicht wegen der individuellen Klasse, die sie haben, und der größeren Auswechselmöglichkeiten.“ Beide Erstliga-Konkurrenten verfügten über einen breiteren Kader als die HSG Bad Wildungen, die so weit komplett angetreten war.

Gegen den THC hielt Laura Vasilescu ihr Team mit ihren Treffern lange im Spiel, doch Trainerin Bremmer wollte die Rückraum-Spielerin nicht eigens hervorheben. „In anderen Spielen waren andere Spielerinnen gut. Deswegen lässt sich nicht sagen, welche über das ganze Turnier am besten war“, sagte sie.

Tessa Bremmer nutzte das Turnier in der Sportarena, um verschiedene Abwehrformationen auszuprobieren, vom 4:2 bis zum 6:0. Anschließend zeigte sie sich angetan. „Wir haben uns im Laufe der Vorbereitung verschiedene Möglichkeiten erarbeitet, dass wir abhängig vom Gegner auch eine andere Varianten spielen können. Das hat mir sehr gut gefallen“, sagte sie.

Eher durchwachsen das Angriffsspiel: „Manchmal hat‘s sehr gut geklappt, manchmal gar nicht. Jetzt weiß ich auch, woran wir die letzten Wochen noch arbeiten müssen: Das wird hauptsächlich die Angriffstaktik sein“, sagte Bremmer.Die nächste Gelegenheit besteht am Mittwoch (19 Uhr): Zum vierten Mal in diesem Sommer trifft Bad Wildungen dann auf die HSG Blomberg-Lippe, die Begegnung findet in der Halle des Gegners statt.

Ergebnisse des Halle (Saale)-Cups: SV Union Halle-Neustadt – SG BBM Bietigheim 9:20, HSG Blomberg-Lippe – HSG Bad Wildungen 12:6, Halle-Neustadt – Thüringer HC 17:18, Bietigheim – Bad Wildungen 18:11, Thüringen – Blomberg-Lippe 16:12, Halle-Neustadt – Bad Wildungen 12:17, Bietigheim – Blomberg-Lippe 16:11, Thüringen – Bad Wildungen 17:14, Halle-Neustadt – Blomberg 13:22, Bietigheim – Thüringen 11:14. (mn)

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