25:35 - HSG beim Bundesligastart für Steigerung nicht belohnt

Bad Wildungen Vipers in Bietigheim unter Wert geschlagen

Viel Drang zum Tor: Bad Wildungens Jana Scheib traf ebenso fünf Mal ins Tor wie Xenia Smits (rechts) für Bietigheim. Links Antje Lauenroth.
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Viel Drang zum Tor: Bad Wildungens Jana Scheib traf ebenso fünf Mal ins Tor wie Xenia Smits (rechts) für Bietigheim. Links Antje Lauenroth.

Wie war der Einstand für die Bad Wildungen Vipers in der Handball-Bundesliga der Frauen? Schlechter als insgeheim erhofft: Nachdem die HSG bei den letzten drei Partien nie höher als mit fünf Treffern Differenz verloren hatte, war der Unterschied am Samstagabend deutlicher. 35:25 besiegte der Vorjahreszweite in eigener Halle die Gäste aus der Kurstadt – ein am Ende zu hoch ausgefallener Sieg.

Denn phasenweise waren die Vipers in der MHP-Arena Ludwigsburg der schwere Gegner, der sie für die Favoritinnen aus dem Kreis Ludwigsburg sein wollten. Allerdings: Zu Beginn beider Halbzeiten waren die Schützlinge von Tessa Bremmer zu fehlerhaft und dem Spiel der SG BBM nicht gewachsen. Da war dann durchaus ein Klassenunterschied zu sehen.

Im ersten Durchgang machten die Bietigheimerinnen aus einem 1:1 schnell ein 5:1. Und in der Folge lief es meist so: Auf ein Tor der Vipers folgten zwei Treffer der SG. Bad Wildungen steigerte sich aber in der Abwehr und fand im Angriff immer wieder Mittel zum Erfolg. Nach 14:7 hörte sich der Pausenstand von 16:11 schon deutlich an; die Gäste waren noch im Spiel.

Nach dem Seitenwechsel verbuchte wieder Bietigheim die bessere Anfangsphase und führte in der 42. Minute mit 24:16. Die Wildungerinnen legten aber nun noch einmal um einiges zu, verteidigten aggressiver und schenkten den Gastgeberinnen nichts, sodass auch den Könnerinnen des Vorjahreszweiten Fehler unterliefen. Die Folge: Aus sieben bis acht Toren Rückstand wurde in der 51. Minute ein 23:27. Hoffnung beim Gast, der in Jana Scheib (5 Tore) eine oft gut aufgelegte Rückraumschützin hatten. Auch Maxi Mühlner überzeugte als Kreisläuferin mit Offensivqualitäten.

Vipers müssen nach Aufholjagd schnelle Vorentscheidung hinnehmen

Aber dann: Vier Treffer in Folge von den gastgebenden Schwäbinnen, für die selten so schnell und einfach wie beim 29:23 durch Amelie Berger ging. Dennoch war die Auftaktpartie nach nicht ganz 56 Minuten entschieden.

Auch weil die junge Julia Maidhof extrem cool von der Strafwurflinie blieb und zweimal verwandelte und weil SG-Torfrau Valentyna Salamakha. zwei wichtige Bälle hielt. Dies verhinderte unter anderem den Anschluss zum 24:27, Sekunden später hatte Maxime Stujis zudem nur den Pfosten getroffen. Pech für Bad Wildungen. Wer weiß, wie nervös Bietigheim noch geworden wäre.

Gleichwohl: Die Leistungssteigerung hatte die Vipers Kraft gekostet, am Ende wurde es auch deshalb noch ein Zehn-Tore-Abstand. Für die Wildungerinnen war es dennoch ein brauchbarer Auftakt, da sie gesehen haben, dass sie Mittel haben, um auch gegen bessere Gegner zu bestehen.

Bleibt noch der Blick auf das Schwestern-Duell dieser Begegnung. Xenia Smits gefiel bei Bietigheim mit fünf Toren als drittbeste Werferin hinter Julia Maidhof (8) und Antje Lauenroth (7), Munia Smits verwandelte für die Vipers einen Siebenmeter, zudem steht eine Zwei-Minuten-Strafe in der Statistik. (schä)

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