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Vipers mit Fifty-fifty-Leistung Vierter beim Turnier in Bensheim

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Blessur aus Bensheim mitgebracht: Vipers-Spielerin Anouk Nieuwenweg (links) hofft, dass sie wegen ihrer Knieverletzung, die sie sich bei dem Turnier zugezogen hat, keine Zwangspause einlegen muss.
Blessur aus Bensheim mitgebracht: Vipers-Spielerin Anouk Nieuwenweg (links) hofft, dass sie wegen ihrer Knieverletzung, die sie sich bei dem Turnier zugezogen hat, keine Zwangspause einlegen muss. © malafo

Bensheim – Mit Rang vier kehrten die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers von dem Turnier im südhessischen Bensheim zurück. Dort spielten acht Erstligisten und ein Zweitligist zwei Tage lang um den Sieg. Gastgeber war die HSG Bensheim/Auerbach.

Zunächst standen Partien in zwei Gruppen auf dem Spielplan. Die neuformierte Wildunger Mannschaft traf dabei zu Beginn auf den Zweitligisten Frisch Auf Göppingen. Die Vipers hatte hier zwar Mühe, aber sie gewannen das Auftaktspiel mit 33:28.

„Hier habe ich schon bemerkt, dass uns an diesem Tag die richtige Stimmung und auch ein wenig die Motivation aus den vergangenen Wochen fehlte“, sagte Trainerin Tessa Bremmer. Sie sollte recht behalten, denn am Samstagabend mussten sich die Vipers gegen den Ligakonkurrenten TSV Bayer Leverkusen mit 24:28 geschlagen geben.

Buxtehude ein 22:22 abgetrotzt

Neuer Tag, neue Inspiration. „Unsere Konzentration und die gute Stimmung war am Sonntag wieder da“, freute sich Bremmer. Und diese Lust auf Handball zeigte sich besondern im dritten Gruppenspiel gegen den Buxtehuder SV. Die Vipers ließen in den 2 x 25 Minuten 22 Tore gegen diesen Gegner zu, sie warfen selbst aber auch nicht mehr, sodass der Gruppensieg und der Finaleinzug an die Norddeutschen ging. „Die Mannschaft hat in diesem Spiel immer wieder gute Lösungen gesucht und gefunden“, lobte Bremmer.

Doch das Spiel um Platz drei schien nun für die Vipers kaum noch möglich zu sein, denn Leverkusen musste gegen den Zweitligisten aus Göppingen ran. Doch das Frisch-Auf-Team machte seinem Name alle Ehre und schlug überraschend die Rheinländerinnen mit 24:23.

In der zweiten Gruppe setzte sich der Gastgeber HSG Bensheim/Auerbach mit drei Siegen durch vor der TuS Metzingen. Damit stand fest, dass das Spiel um Platz drei für die beiden Teams die gleiche Begegnung ist, wie die ersten Bundesligapartie am 10. September: TuS Metzingen gegen die HSG Bad Wildungen.

Rückwärtsverhalten war nicht gut 

In diese Abschlusspartie brachten die Vipers-Spielerinnen aber wieder weniger Konzentration mit ein als noch gegen Buxtehude und so verloren sie mit 22:27. „Hier hat man gemerkt, dass die Saison bald los geht, denn es sind immer weniger Fehler erlaubt als noch zu Beginn der Vorbereitungsphase“, meinte Bremmer. Und ihre Mannschaft sei nicht wach genug gewesen, deshalb seien ihr in diesem Spiel auch einige Fehler unterlaufen.

„Das Rückwärtsverhalten war oft nicht gut und auch vorne haben wir einige Bälle zu schnell verloren.“ Wie viel das gute Spiel gegen Buxtehude für die Vipers wert war, zeigte sich im Finale, wo den Norddeutschen den Südhessinnen vom Gastgeber HSG Bensheim/Auerbach gegenüberstanden. Der Heimvorteil nutzte dem HSG-Team diesmal wenig, denn der BSV holte sich mit einem 28:26-Erfolg den Turniersieg.

Nach Höhen und Tiefen fällt das Fazit vom Turnier in Bensheim für die Bad Wildunger Trainerin Tessa Bremmer deshalb „Fifty-fifty aus“. Sie hat gutes und weniger Gutes von ihrem Team gesehen. „Wir sind noch nicht da wo wir hinwollen.“

Maksi Pallas hat sich gut entwickelt

Bremmer war aber zufrieden mit der Leistung der Neulinge, vor allem Maksi Pallas auf Rechtssaußen habe sich schon sehr gut entwickelt. „Sie kommt aus der dritten Liga, spielt aber auf der Außenposition schon sehr mutig, frech und sie traut sich die Würfe zu“, erzählt Bremmer.

Nach ihrem Fingerbruch kam Emma Ruwe erstmals bei den Vipers zum Einsatz. „Sie hat es gut gemacht, genau wie Lisa-Marie Preis auf der für sie ungwohnten Position auf Rechtsaußen“, lobte die Trainerin. Der Neuling auf Linksaußen, Julia Symanzik, und auch die Torfrau Larissa Schutrups bräuchten noch etwas Zeit, sich sich ins Teamgefüge einzufinden.

Ein Wermutstropfen: Anouk Nieuwenweg hat sich am Samstag am Knie verletzt und konnte gestern nicht spielen. „Es ist aber keine schwere Verletzung“, versichert die Trainerin. Dennoch steht nicht fest, ob die rückraumspielerin am kommenden Mittwoch bei letzten Testspiel vor dem Saisonstart beim Ligakonkurrenten HSG Blom-berg/Lippe mit dabei sein wird. Das „Hinspiel“ hatten die Vipers vor einigen Tagen 30:25 gewonnen. rsm

Ergebnisse - Staffel A: Bensheim/Auerbach - Zwickau 28:20, Metzingen - Blomberg/Lippe 27:22, Metzingen - Zwickau 23:23, Blomberg/Lippe -Bensheim 17:18, Bensheim 7auerbach -Metzingen 25:24, Zwickau - Blomberg/Lippe 21:26;
Staffel B: Buxtehude - Leverkusen 30:23, Bad Wildungen - Göppingen 33:28, Leverkusen - Bad Wildungen 28:24, Göppingen - Buxtehude 24:37, Göppingen - Leverkusen 24:23, Metzingen - Bad Wildungen - Buxtehude 22:22
Spiel um Platz sieben: Göppingen - Zwickau 27:26;
Spiel um Platz 5: Blomberg/Lippe - Leverkusen 29:21;
Spiel um Platz drei: Metzingen - Bad Wildungen 27:22;
Endspiel: Bensheim/Auerbach. - Buxtehude 26:28

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