Handball-Bundesliga der Frauen

Frust in Positives umwandeln: Vipers nehmen neuen Anlauf gegen Buchholz

Vipers-Torfrau Manuela Brütsch (links), die hier einen Siebenmeter von Emma Ekenman Fernis (Thüringer HC) pariert
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Hand am Ball: Vipers-Torfrau Manuela Brütsch (links), die hier einen Siebenmeter von Emma Ekenman Fernis (Thüringer HC) pariert, will gegen Buchholz an ihre starke Leistung beim 22:34 in Bietigheim anknüpfen.

Buchholz-Rosengarten die Zweite. Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers erwarteten bereits vorigen Samstag diesen Gegner für ein Bundesligaspiel. Und sie bereiten sich auch in dieser Woche auf die Handball-Luchse vor.

Ein verzögertes Testergebnis zu einem Corona-Verdachtsfall bei den Gästen aus Niedersachsen hatte diese Begegnung kurzfristig zu Fall gebracht. Sie findet nun an diesem Samstag (19 Uhr) in der Ense-Halle statt, in der auch wieder gespielt werden kann.

Diese Absage passte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer überhaupt nicht ins Konzept, denn statt ausgeruht in diese wichtige Begegnung um den Klassenerhalt gehen zu können, treffen die Gäste nun auf ein Vipers-Team, das am Mittwoch das DHB-Pokalviertelfinalspiel in Bietigheim absolvieren musste und mit einer 22:34-Niederlage zurückkehrte.

„Wir waren erst nachts um zwei Uhr wieder in Wildungen und die meisten Spielerinnen mussten am Donnerstag wieder zur Arbeit. Das war suboptimal“, sagt Bremmer. Der Frust über diese Spielabsage sei riesig gewesen und habe bisher auch nicht nachgelassen, betonte die Niederländerin.

Zu diesem Unmut trägt natürlich auch der wahrscheinliche Ausfall der momentan formstarken Spielmacherin Maxime Struijs bei, die Anfang dieser Woche bei einem Autounfall ein Schleudertrauma erlitt. „Ich hoffe, dass wir diesen Frust gegen Rosengarten in etwas Positives umwandeln können“, betont die Vipers-Trainerin.

Aber nicht nur die Wildungerinnen haben in der Woche viel Kraft gelassen, Rosengarten auch. Das Team von Trainer Dubravko Prelcec lieferte dem Thüringer HC am Mittwoch beim 26:27 im Bundesligaspiel überraschend viel Gegenwehr. „Dieses Ergebnis spielt für uns aber keine Rolle“, betont Bremmer. „Wir wissen, dass Rosengarten ähnlich wie wir mit extremer Höhe spielen kann, aber auch mit extremer Tiefe. Deshalb haben wir es selbst in der Hand, wie gut Rosengarten gegen uns spielt. Wir müssen sie früh unter Druck setzen.“

Bremmer sagt das nicht nur so dahin, die Trainerin hat derzeit viel Vertrauen in ihr Team. „Wir haben eine unglaubliche Entwicklung genommen, sind breiter aufgestellt und auch auf einem höheren Level als im Hinspiel.“ Das verloren die Vipers mit 20:24. Daher kommen zum Frust noch Revanchegelüste hinzu. Beides gute Zutaten für das Rezept Sieg.

Trainer Prelcec: Vipers sind erfahrener als wir

Auch eine Niederlage kann eine positive Wirkung haben. Darauf hoffen die Handball-Luchse aus Buchholz-Rosengarten. Denn sie haben sich vor der Bundesligapartie bei den Wildunger Vipers am Samstag noch eine zusätzliche Portion Selbstbewusstsein geholt. Beinahe hätten sie am Mittwochabend dem Favoriten Thüringer HC beim 26:27 überraschend einen Punkt abgeknöpft.

Dass dieses Ergebnis automatisch dazu führt, dass seine Mannschaft auch in Wildungen einen guten Auftritt hinlegt, daran glaubt Rosengartens Coach Dubravko Prelcec hingegen nicht. Er bezeichnet sein Team selbst als Wundertüte, bei der man nie weiß, was hier zum Vorschein kommt.

„Ich denke, die bessere Tagesform wird das Spiel in Wildungen entscheiden“, sagt Prelcec, der bis auf Jessica Oldenburg (Sprunggelenkverletzung) alle Frauen an Bord hat. Der Coach weiß, dass er einen Vorteil der Hinrunde nicht mehr nutzen kann: Die Gegner werden seine Mannschaft nicht mehr unterschätzen. Dennoch schiebt der Coach den Vipers die Favoritenrolle zu. „Sie sind erfahrener als wir.“ (rsm)

Lesen Sie auch: Vorschau zum später abgesagten Spiel Vipers gegen Buchholz-Rosengarten

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